FSV Zwickau mit Sieglosserie, Pokal-Aus und Heimschwäche: Wackelt jetzt Enochs' Trainerstuhl?

Zwickau - Der Klassenerhalt ist seit dem vergangenen Spieltag in trockenen Tüchern. Das unterscheidet den FSV Zwickau vom kommenden Gegner VfB Lübeck. Der war eigentlich schon weg vom Fenster, schöpft nach dem 2:0-Sieg in Meppen plötzlich wieder Hoffnung, das rettende Ufer doch noch zu erreichen.

Der Kopf geht nach unten. Joe Enochs muss jetzt liefern, sonst drohen Konsequenzen.
Der Kopf geht nach unten. Joe Enochs muss jetzt liefern, sonst drohen Konsequenzen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Westsachsen werden am Montagabend in der Hansestadt auf einen engagierten Gegner treffen. Gehen sie nach dem kräftezehrenden Programm der vergangenen Wochen ebenfalls nochmal an ihre Grenzen? Das kann man nur hoffen.

Der FSV ist seit dem 21. März in der 3. Liga ohne Sieg. Sollte sich die Negativserie bis Saisonende fortsetzen, drohen Konsequenzen.

Das Aus im Sachsenpokal dürfte die Verantwortlichen beim FSV wachgerüttelt haben. Leichtfertig verspielte das Team von Trainer Joe Enochs (49) die 2:0-Pausenführung beim CFC.

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Enochs stellte sich trotz riesengroßer Enttäuschung vor seine Mannschaft: "Wir sind alle sauer. Aber meinen Spielern werfe ich gar nichts vor. Wir können nicht die gesamte Saison auf die zweite Halbzeit in Chemnitz reduzieren."

Toni Wachsmuth sprach nach dem Pokal-Aus von kollektivem Versagen

Eine gründliche Analyse darf/muss dennoch erlaubt sein. Und da steht zwar der vorzeitige Klassenerhalt, aber eben auch aktuell neun Spiele in Folge ohne Dreier sowie das Verfehlen des zweiten Saisonziels: Gewinn das Landespokals, Einzug in den DFB-Pokal.

Nicht zu vergessen die schwache Heimbilanz. Neun der 18 Spiele setzte das Enochs-Team in den Sand. Nur fünf Mal gewannen die Zwickauer im eigenen Stadion. Dieser Kritik muss sich Enochs (Vertrag bis 30. Juni 2022) stellen. "Aktuell ist Joe unser Trainer, und das wird auch im nächsten Jahr so sein", hatte Sportdirektor Toni Wachsmuth (34) am Mittwoch in Chemnitz auf Nachfrage des MDR-Reporters erklärt.

Da waren allerdings erst 45 Minuten gespielt, Zwickau führte 2:0. Nach dem Abpfiff sprach Wachsmuth von kollektivem Versagen und kündigte an: "Das müssen wir aufarbeiten." Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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