FSV-Nachholer verbinden? Coach Enochs: "Bei den Kosten sehen wir davon ab"

Zwickau - Hat Joe Enochs (49) vom Trainerjob beim FSV Zwickau irgendwann mal die Nase gestrichen voll, könnte er locker umsatteln und sich als studierter Kriminalist auf Verbrecher- statt auf Punktejagd begeben. Oder er sattelt auf Reiseveranstalter um. Die Spielzeit 2020/21 gab ihm mehr Rüstzeug mit als jede Ausbildung.

Trainer, Kriminalist, Reiseleiter: Joe Enochs (49) ist beim FSV immer am Ball.
Trainer, Kriminalist, Reiseleiter: Joe Enochs (49) ist beim FSV immer am Ball.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zwickau ist mit neun Spielabsagen leidgeprüft. Extrem bitter waren die beiden kurzfristigen, witterungsbedingten in Saarbrücken (17.2.) und Kaiserslautern (13.3.). Jedesmal hatten die Westsachsen ein mehrtägiges Camp aufgeschlagen und dafür tief in die Tasche gegriffen.

Der Absage auf dem Lauterer Betzenberg ging der Mittwochs-Nachholer in Saarbrücken voraus. Mannschaft und Trainerteam gaben ihr finanzielles Scherflein dazu, um nach Abpfiff nicht erst ins Westsächsische zurückkehren zu müssen, sondern die drei Tage vor Ort zu überbrücken. "Es entstehen Kosten, die für unseren Verein in diesen Zeiten extrem schwierig sind", betonte Enochs damals.

Nun stehen mit Mannheim (3.4.) und Kaiserslautern (7.4.) erneut zwei Partien binnen kürzester Zeit an. Die Spielorte sind nur rund 60 km voneinander entfernt. Ließe sich das nicht verbinden?

"Bei den Kosten, die auf uns zukommen würden, sehen wir davon ab", erklärt Enochs. Da die Heimfahrt aus Mannheim zudem eine Stunde weniger dauere als aus Saarbrücken und es diesmal kein Abendspiel sei, "kommen wir nicht zu spät zurück, und uns verbleibt am Sonntag ein kompletter Trainingstag, sodass wir es nicht nur beim Auslaufen belassen müssten".

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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