Enochs für Spatz in der Hand: FSV auf Nichtabstiegsplatz!

Zwickau - Der Corona-Re-Start gegen Hansa Rostock (2:2) wurde für den FSV Zwickau zum Kraftakt! Es galt einen 0:2-Halbzeitrückstand aufzuholen - und das bei einem Trainingsrückstand von einem Monat. 

FSV-Coach Joe Enochs entschied sich für den Spatz in der Hand und freute sich am Ende auch über das Remis.
FSV-Coach Joe Enochs entschied sich für den Spatz in der Hand und freute sich am Ende auch über das Remis.  © picture point/Sven Sonntag

Denn genau diesen besaßen die Westsachsen gegenüber der Kogge, die bereits Mitte April Wind hinter die Segel bekam, während man selbst wegen Kurzarbeit bis 10. Mai im Trockendock lag.

"Das ist ein klares und wichtiges Indiz. Einerseits zeigt es, dass die Mannschaft mit einer guten Grundfitness in die Corona-Pause gegangen ist und andererseits, dass jeder individuell sehr auf sich geachtet hat", meint Sportchef Toni Wachsmuth.

Als langjähriger Zweit- und Drittligaprofi weiß er, worauf es ankommt, genauso wie Coach Joe Enochs. 

Der hatte nach geglückter Aufholjagd durch Nils Miatke und Elias Huth und Gelb-Rot für Hansa-Angreifer John Verhoek in der letzten Viertelstunde die Qual der Wahl: Auf Sieg gehen oder den hart erkämpften Zähler sichern. 

Er entschied sich für den Spatz in der Hand. "Was der Punkt wert war, hat der Sonntag gezeigt", blickte Enochs am Abend gegenüber TAG24 auf das 2:4 von Halle in Münster zurück, was seine Elf auf den Nichtabstiegsplatz hievte.

Elias Huth hat soeben das 2:2 für den FSV Zwickau erzielt und wird gefeiert. Die Hanseaten dagegen waren bedient.
Elias Huth hat soeben das 2:2 für den FSV Zwickau erzielt und wird gefeiert. Die Hanseaten dagegen waren bedient.  © imago images/Karina Hessland

FSV-Mittelfeldmann Jensen "Die Thematik 'Geisterspiel' wird mir zu hoch gegangen"

Beim Geisterspiel im heimischen Stadion erkämpften die Zwickauer nach einem 0:2-Rückstand ein 2:2. Die Moral stimmt!
Beim Geisterspiel im heimischen Stadion erkämpften die Zwickauer nach einem 0:2-Rückstand ein 2:2. Die Moral stimmt!  © Ralph Koehler

Um den bis Saisonende zu konservieren, muss nicht nur der Abstiegskampf angenommen werden, sondern auch die Geisterspiel-Kulisse. Da beginnt für viele die Gratwanderung. 

Leon Jensen, der letzte Saison mit Luxemburgs Serienmeister F91 Düdelingen noch vor spärlicher Kulisse antrat, verrät, wie er damit umgeht. 

"Die Thematik 'Geisterspiel' wird mir zu hoch gegangen. Es ist ein Pflichtspiel und genauso müssen wir das angehen. Natürlich sind die Fans ein elementarer Bestandteil und sie können Spiele zum Kippen bringen, aber es bleibt trotzdem ein Spiel, bei dem man genau die gleiche Leistung bringen muss", weiß Jensen auch warum: "Unsere Anhänger können zwar nicht im Stadion sein, aber dafür sind sie vorm Fernseher." 

Und das auch am Dienstagabend gegen Viktoria Köln.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag/imago images/Karina Hessland

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