FSV-Wahnsinn! Huth und Schröter treffen in der Nachspielzeit zum Sieg

Zwickau - 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2: Was der FSV Zwickau beim 3:2 (0:1) gegen Eintracht Braunschweig abgeliefert hat, ist der helle Wahnsinn. 

FSV-Stürmer Elias Huth im Zweikampf mit Kijewski (Braunschweig).
FSV-Stürmer Elias Huth im Zweikampf mit Kijewski (Braunschweig).  © Picture Point / Gabor Krieg

In der Nachspielzeit drehten Elias Huth (90.+1) und Morris Schröter (90.+4) eine schon verloren geglaubte Partie und lassen die Westsachsen im Abstiegskampf neuen Mut schöpfen.

Coach Joe Enochs entschied sich für ein sehr offensives 3-5-2 mit den nominellen Angreifern, Gerrit Wegkamp - als Zehner -, Huth und Ronny König in der Startelf. 

Dazu kehrten die rotgesperrten Leon Jensen und Davy Frick zurück. Zwickau war sofort drin, attackierte früh und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. 

Etwas aus dem Nichts schlug der Ball dann nach Kopfball von Marvin Pourie hinter Johannes Brinkies im Gehäuse ein (9.). Bei der Ballabgabe von Niko Kijewski stand der Angreifer jedoch einen Schritt zu weit vorn - Abseits.

Auf der Gegenseite dasselbe Bild. Ronny König traf an die Querlatte. Huth staubte ab, wurde von Schiri Christof Günsch aber zurückgepfiffen.

Der Unparteiische blieb im Mittelpunkt: Bei einer Grätsche von Maurice Hehne gegen Pourie ließ er genauso weiterlaufen, wie im Gegenzug bei einer Zangenbewegung von Kijewski und Patrick Kammerbauer gegen Morris Schröter (34.).

FSV Zwickau schien mausetot!

Elias Huth trifft für den FSV Zwickau zum 2:2.
Elias Huth trifft für den FSV Zwickau zum 2:2.  © Picture Point / Gabor Krieg

Bei brütend heißen 30 Grad Celsius fuhren beide Mannschaften großen Aufwand und Zwickau ließ sich zunehmend hinten reindrängen. Kijewski traf nur an den Pfosten (40.). Einen tückischen Schuss von Pourie kratzte Brinkies aus dem Eck (44.). Kurz vor der Pause setzte Martin Kobylanski (45.+2) zum gefühlvollen Heber an - 0:1.

Stellte sich die Kraftfrage? Die passende Antwort lieferten die Rot-Weißen. Zwar hatte zunächst der Ex-Zwickauer Marcel Bär nach schönem Solo noch das 0:2 auf dem Fuß (57.), doch dann kamen die Gastgeber.

Huth warf sich in eine Eingabe von Nils Miatke, spitzelte den Ball dabei hauchzart neben den linken Pfosten (66.). Abwehrchef Frick, den gar nix mehr hinten hielt, spielte dann auf Can Coskun, dessen Eingabe durch den Fünfer geradewegs zu Huth (76.) rutschte - 1:1.

Als Yari Otto (90.) einen Konter mustergültig abschloss, schien der FSV tot. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. 

"Die Mannschaft hat bis zuletzt an sich geglaubt. Damit haben wir uns die Ausgangslage erarbeitet, es wieder aus eigener Kraft zu schaffen. Aber wir müssen auf dem Teppich bleiben und am Mittwoch liefern", blickt Enochs auf den Abstiegs-Showdown gegen den Chemnitzer FC.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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