Zwickau-Sportchef regt Änderung bei Corona-Teststrategie an

Zwickau - Auf den FSV Zwickau wartet bis Weihnachten ein intensiver Spielplan. Dank der zwei Nachholtermine gegen Türkgücü München und den SC Verl ist der Terminkalender der Schwäne pickepackevoll.

Sportdirektor Toni Wachsmuth vom FSV Zwickau hält eine kurzfristige Strategieänderung bei den Corona-Tests für notwendig.
Sportdirektor Toni Wachsmuth vom FSV Zwickau hält eine kurzfristige Strategieänderung bei den Corona-Tests für notwendig.  © Picture Point/Gabor Krieg

Samstag gegen 12 Uhr checkte Joe Enochs mit seiner Mannschaft aus dem Teamhotel in Paderborn aus. 

Das Gastspiel beim SC Verl wurde kurzfristig abgesagt - mal wieder. Unverrichteter Dinge begaben sich die Westsachsen auf die Heimreise. Zum zweiten Mal binnen einer Woche pfuschte ihnen Corona ins Handwerk, fiel eine Partie mit ihrer Beteiligung aus, weil beim Gegner gleich mehrere Spieler positiv getestet wurden. "Wir müssen es so hinnehmen, auch wenn es sehr ärgerlich ist", haderte FSV-Coach Enochs.

Bei Türkgücü München erwies es sich letzte Woche als Fehlalarm. Das ist doppelt bitter. Sportchef Toni Wachsmuth regt deswegen eine Änderung des Corona-Testregimes an. "Wenn zwei Mal die Woche ständig 35 bis 40 Leute getestet werden, liegt es in der Natur der Sache, dass auch mal ein positiver Fall dabei ist. Und dann geht es darum, wie wir damit umgehen", umreißt Wachsmuth in 'Sport im Osten' das Problem. 

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Sein Lösungsvorschlag: Künftig solle zwei Tage und nicht erst einen Tag vor jedem Spiel getestet werden.

Heim-Partie gegen Türkgücü wird Mittwoch nachgeholt, für das Spiel in Verl steht noch kein Termin fest

"Wenn die Ergebnisse vorliegen, dürfen nur die Spieler in den Bus steigen, die negativ getestet wurden", so Wachsmuth. Einen Vorteil hätte es außerdem: Mittels Nachtestungen einen Tag später könnten etwaige "falschpositive" Ergebnisse ausgeräumt werden.

Die Heim-Partie gegen Türkgücü wird am Mittwoch (19 Uhr) nachgeholt, für das Spiel in Verl steht noch kein Termin fest. Aus Zwickauer Sicht wäre der 18. November frei, weil die Sachsenpokal-Begegnung gegen Chemie Leipzig bereits abgesetzt wurde. 

Allerdings spielt der SC Verl in der betreffenden Woche zweimal, ein drittes Spiel binnen fünf Tagen wäre unzumutbar.

In den Kalender beider Klubs könnte der 2. Dezember passen. Oder zuvor die Länderspielpause (11. November). Verl hat keinen Nationalspieler, bei Zwickau wäre Marcus Godinho (Kanada) der einzige Reisende. Allerdings wurden die Partien im November vom kanadischen Verband bereits verlegt.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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