FSV-Stürmer König trifft zum 50. Mal für Zwickau

Zwickau - Mit Glück und Geschick hat sich der FSV Zwickau im ersten von insgesamt drei Nachholern einen Punkt ergattert. Das 1:1 beim SC Verl hing bis in die Nachspielzeit hinein am seidenen Faden. Doch der hielt.

Auf den "alten Mann" ist Verlass: Ronny König (M.) dreht nach seinem Treffer zum 1:1 jubelnd ab.
Auf den "alten Mann" ist Verlass: Ronny König (M.) dreht nach seinem Treffer zum 1:1 jubelnd ab.  © Imago Images/pmk

Die Partie, ausgetragen in Paderborn, begann mit einem "Schockmoment", wie Sportdirektor Toni Wachsmuth (34) den frühen Rückstand bezeichnete.

Zwickau stand Spalier, Verl kombinierte sich schön durch. Das brachte Wachsmuth in der Halbzeit-Analyse bei "Magentasport" auf die Palme: "Bitter ist die Entstehung des Tores. Da sind wir zu passiv, stehen viel zu weit vom Gegenspieler weg, verlieren hintereinander drei Zweikämpfe, werden getunnelt. Das ist zu einfach, da fehlt mir die Entschlossenheit."

Die Zwickauer liefen auch nach dem 0:1 (2. Minute) der Musik lange hinterher. Sie konnten sich bei Torhüter Johannes Brinkies (27) bedanken, der einige Einschussmöglichkeiten vereitelte.

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Ab der 30. Minute wurde es aus Sicht der Gäste besser. Für Torgefahr sorgten sie vor allem nach Standards. Vier Minuten nach Wiederanpfiff gelang Ronny König (37) nach Freistoß von Manfred Starke (29) das 1:1.

Das fünfte Saisontor war für den 37-Jährigen ein besonderes: zum 50. Mal traf er in der 3. Liga für den FSV.

FSV-Trainer Enochs: "In der Schlussphase hatten wir das Glück auf unserer Seite"

FSV-Coach Joe Enochs freut sich über den Punkt gegen den SC Verl.
FSV-Coach Joe Enochs freut sich über den Punkt gegen den SC Verl.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Nach zwei Minuten gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Verl hinten zu liegen, ist nicht gerade optimal, weil sie dadurch Räume bekommen für ihr gefährliches Konterspiel", meinte König: "Aber wie wir zurückgekommen sind, zeigt, dass die Mannschaft intakt ist. Wir geben nie auf und haben uns den Punkt verdient."

Mit der Hereinnahme von SC-Torjäger Zlatko Janjic (34), beim FC Erzgebirge Aue einst mit König in einem Team, bekamen die Westsachsen in der Defensive noch einmal ordentlich zu tun. Sie retteten den Punkt mit viel Leidenschaft und Willen ins Ziel.

"Wir können nach den ersten Minuten höher zurückliegen. Doch dann haben unsere Führungsspieler den Takt vorgegeben, und wir waren da", erklärte Trainer Joe Enochs (49).

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"In der Schlussphase spielte Verl mit sehr viel Risiko. Da hatten wir das Glück auf unserer Seite. Wir holen einen Punkt bei einer Spitzenmannschaft, die für die zweite Liga plant. Das gibt uns Selbstvertrauen", sagt der FSV-Coach.

Titelfoto: Imago Images/pmk

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