FSV-Trainer Enochs: "Ein Dreier wäre mir lieber!"

Zwickau - "Wir sind noch nicht durch!" Gebetsmühlenartig predigt FSV-Trainer Joe Enochs (49) diesen Satz Spieltag für Spieltag. 43 Punkte stehen auf dem Konto der Zwickauer, die seit dem 21. März (2:1 gegen Wiesbaden) auf einen Sieg warten, aus vier der vergangenen sechs Partien zumindest jeweils einen Zähler mitnehmen konnten.

Flasche halbleer oder halbvoll? FSV-Coach Joe Enochs (49) hat mahnende Worte für seine Truppe.
Flasche halbleer oder halbvoll? FSV-Coach Joe Enochs (49) hat mahnende Worte für seine Truppe.  © Picture Point/Gabor Krieg

In Kaiserslautern (2:2) und am Dienstagabend beim 1:1 gegen Bayern München II. fielen die Tore in buchstäblich letzter Sekunde.

"Wir haben oft genug gezeigt, dass bis zum Schluss mit uns zu rechnen ist", meinte Steffen Nkansah (24), der den von Lars Lokotsch (24) verlängerten Ball über die Linie drückte: "Da gehört natürlich auch etwas Glück dazu."

Das hatte der Innenverteidiger im Hinspiel nicht. Da sorgte er per Eigentor für den 3:2-Sieg der Münchner. Nkansah: "Man will gegen keine Mannschaft zwei Mal verlieren. Wir haben zum Schluss nochmal alles reingehauen, auch wenn die letzten Wochen sehr anstrengend waren, und uns diesen wichtigen Punkt verdient."

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Trainer Joe Enochs war zurecht stolz und lobte die Moral seiner Jungs. "Wie die Mannschaft bis zum Abpfiff an sich glaubt - das ist wirklich einmalig. Wir konnten die Bayern auf Abstand halten konnten, das war wichtig. Wir sammeln unsere Punkte. Aber ein Dreier wäre mir lieber."

Vielleicht gelingt der beim Tabellenzweiten FC Ingolstadt. 25 der 43 Punkte erkämpfte der FSV auswärts. Den Grundstein zum erfolgreichen Klassenerhalt legte das Enochs-Team in der Fremde.

Bei den heimstarken Schanzern (elf Siege, nur eine Niederlage in 16 Partien) könnten die Zwickauer sicher auch mit einem Unentschieden ganz gut leben.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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