FSV-Coach Enochs zog gegen Waldhof Mannheim alle Register, aber es reichte nicht

Zwickau - Fünf aus drei: FSV Zwickau-Coach Joe Enochs (49) zog in Mannheim alle Register und vollzog nach der Pause in drei Slots alle fünf möglichen Wechsel. Dafür, dass die Hälfte der Feldspieler runter ging und frische Kräfte kamen, hatte der US-Amerikaner triftige Gründe.

Die Zwickauer schworen sich nach der Niederlage gegen den SV Waldhof Mannheim sofort auf die nächste Aufgabe ein - die gibt's schließlich bereits am Mittwoch auf dem Betzenberg.
Die Zwickauer schworen sich nach der Niederlage gegen den SV Waldhof Mannheim sofort auf die nächste Aufgabe ein - die gibt's schließlich bereits am Mittwoch auf dem Betzenberg.  © imago images/Eibner

"Wir fanden gut ins Spiel, sind besser drin - bis zur 15. Minute", so Enochs. Ronny König (5.) hatte die Führung auf dem schwächeren rechten Fuß und ließ das 1:0 liegen.

Es war die Gelegenheit in einer starken Anfangsviertelstunde und vorübergehend die letzte bis zur 77. Minute. Was fehlte, war der Zug nach vorn und hinten legte Joseph Boyamba (56.) den Schwänen ein faules Osterei ins Nest. "Gerade gegen den Ball sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen und hatten keinen Zugriff", so Enochs.

Die halbe Startelf musste im zweiten Durchgang runter, mit König und Manfred Starke beide Angreifer. Dazu kamen die offensiven Außen Morris Schröter und Nils Miatke sowie Sechser Mike Könnecke.

Alles taktischer Natur oder der Belastungssteuerung vor dem morgigen Nachholer beim 1. FC Kaiserslautern geschuldet?

Joe Enochs: "Die Leute auf der Bank hatten es alle verdient zu spielen."

Waldhof-Trainer Patrick Glöckner (44,l.) strahlte nach dem Abpfiff, bei seinem Kollegen Joe Enochs (49) sah die Gemütslage natürlich ein wenig anders aus.
Waldhof-Trainer Patrick Glöckner (44,l.) strahlte nach dem Abpfiff, bei seinem Kollegen Joe Enochs (49) sah die Gemütslage natürlich ein wenig anders aus.  © imago images/foto2press

"Ich bin nicht unzufrieden gewesen. Die Leute auf der Bank hatten es alle verdient zu spielen. Mit Dustin Willms für 'King' wollten wir vor etwas mehr Schnelligkeit hineinbringen. Morris kann viel besser spielen, hat aber Gas gegeben. Jeden Wechsel für sich hatten wir im Kopf. Auch bei Mike, der Gelb vorbelastet war. Wir wollten mehr Schwung hineingekommen, was der Fall war", erklärt der 49-Jährige, warum er All-in ging:

"Wir waren nach dem Rückstand am Drücker, hatten einen Pfostenschuss und Lattenkopfball."

Die Maßnahmen sorgten für aufkeimende Hoffnung, trugen aber keine Früchte. Enochs: "Wir wollten dem Spiel mit unseren Tugenden den Stempel aufdrücken. Das ist uns nur 45 Minuten lang gelungen, den Rest nicht."

Titelfoto: imago images/foto2press

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