FSV Zwickau verliert Leon Jensen! Mittelfeld-Ass wechselt in die 2. Bundesliga

Zwickau - Es hatte sich angedeutet, nun ist es fix: Leon Jensen (23) verlässt den FSV Zwickau nach zwei Jahren ablösefrei und schließt sich dem Karlsruher SC an.

Leon Jensen (23) läuft in der kommenden Saison für den Karlsruher SC auf.
Leon Jensen (23) läuft in der kommenden Saison für den Karlsruher SC auf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das gaben beide Vereine am Dienstagnachmittag bekannt. Der Mittelfeldspieler erhält beim Zweitligisten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Der KSC erklärte auf seiner Website: "Mit Leon Jensen haben wir unser erstes Puzzleteil für die kommende Saison gefunden. Er ist in einem entwicklungsfähigen Alter, gleichzeitig aber schon sehr erfahren und im Mittelfeld vielseitig einsetzbar", so Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer (55).

Der gebürtige Mannheimer selbst sagte: "Ich freue mich sehr auf die 2. Liga und auf den KSC. Es gab früh Kontakt, sodass es schnell klar war, dass es mich nur hierherzieht."

Das dürfte auch an Coach Christian Eichner (38) liegen, der viel vom Neuzugang hält: "Leon ist ein sehr variabler Spieler. Er fühlt sich sicherlich im Zentrum am wohlsten, kann aber auch auf den Außen zum Einsatz kommen. Wir möchten ihn unterstützen, hier beim KSC den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu gehen und gleichzeitig schürt er den Konkurrenzkampf an."

Bei den Schwänen war Jensen zuletzt suspendiert worden und seit dem 7. April nicht mehr zum Einsatz gekommen. Zuvor setzte man beim FSV allerdings auf ihn: 62 Einsätze, acht Tore und fünf Vorlagen lautet nach knapp zwei Jahren seine Bilanz. In der laufenden Saison hatte er sein einziges Saisontor gegen Dynamo Dresden erzielt und Zwickau am 20. Oktober zum etwas überraschenden 2:1-Auswärtssieg geschossen.

Der FSV Zwickau und Karlsruher SC verkünden den Wechsel von Leon Jensen

Sein einziges Tor in der laufenden Saison: Leon Jensen (23, M.) schoss den FSV Zwickau bei Dynamo Dresden mit seinem entscheidenden Treffer zum 2:1-Auswärtssieg.
Sein einziges Tor in der laufenden Saison: Leon Jensen (23, M.) schoss den FSV Zwickau bei Dynamo Dresden mit seinem entscheidenden Treffer zum 2:1-Auswärtssieg.  © Lutz Hentschel

Leon Jensen spielte Europa League, wurde in Luxemburg Meister und Pokalsieger

Leon Jensen (23, r.) deutete beim FSV Zwickau immer wieder an, was er drauf hat.
Leon Jensen (23, r.) deutete beim FSV Zwickau immer wieder an, was er drauf hat.  © Picture Point/Gabor Krieg

Allerdings lief die Zusammenarbeit nicht immer reibungslos ab. So sagte Trainer Joe Enochs (49) Ende Februar: "In den letzten Wochen hatten wir den Eindruck, Leon habe in seinen Leistungen nachgelassen."

Dass er mit seiner herausragenden Ausbildung und fußballerischen Klasse jedoch ein Schlüsselspieler sein konnte, wies er ebenfalls oft genug nach.

Bevor er bei den Schwänen kickte, war er nämlich auch für den luxemburgischen Erstligisten F91 Düdelingen aktiv und kam dort sogar in der Europa League zum Einsatz, wurde Meister, Pokalsieger und Ligapokalsieger.

Der Sohn von Ex-Zweitliga-Spieler Martino Gatti (49) wuchs in Berlin auf und entwickelte sich dort bei den Top-Klubs sehr gut. Erst schnürte er für Gattis Ex-Verein Tennis Borussia Berlin die Schuhe, dann für Hertha BSC, wo er einer der besten Akteure seines Jahrgangs war, obwohl er unter anderem mit den heutigen Bundesliga-Profis Jordan Torunarigha (23) und Maximilian Mittelstädt (24) zusammenspielte.

Nach 13 Toren und 24 Assists in 55 Einsätzen für Herthas U19 und dem Gewinn des DFB-Pokals der A-Junioren zog es ihn zum SV Werder Bremen II (50 Partien, sechs Treffer, eine Vorlage), wo er sich aber noch nicht im intensiveren Männerfußball behaupten und entscheidend durchsetzen konnte. Das könnte ihm nun beim KSC gelingen, wo er mit Marius Gersbeck (25) auf einen Top-Torwart trifft, der ebenfalls bei der Alten Dame ausgebildet wurde.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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