FSV-Finanzboss Leege schlägt Strukturreform vor

Zwickau - Vorstandssprecher Tobias Leege von Drittligist FSV Zwickau hat angeregt, die drei höchsten deutschen Profi-Ligen in einem Verband zu vereinen.

FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege will, dass die 3. Liga unter dem Dach der DFL agiert (Archivbild)
FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege will, dass die 3. Liga unter dem Dach der DFL agiert (Archivbild)  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Ein systemisches Problem, das man nun lösen kann, ist die Ansiedlung der 3. Liga, die als Profi-Liga konzipiert ist, aber nicht unter dem Dach der DFL agiert", sagte Leege.

Aufgrund der TV-Verträge seien die Klubs der Bundesligen finanziell ganz anders ausgestattet. 

"Wir als 3. Liga orientieren uns aber an der 1. und 2. Liga. Das berücksichtigt aber nicht die unterschiedliche Liquiditätsausstattung". 

Das sei ein Punkt, "wo man sich überlegen muss, ob man das Gefüge zwischen Amateur- und Profifußball überdenkt".

Leege befürchtet, dass "eine ganze Reihe von Klubs" eine mögliche Insolvenz bei einer längeren Aussetzung des Spielbetriebs "nicht überleben" wird. 

Das DFB-Maßnahmenpaket, wonach in Not geratene Vereine bei Insolvenz in dieser Saison keinen Punktabzug fürchten müssen, berge die Gefahr einer "Wettbewerbsverzerrung", weil sich Vereine, die jahrelang über ihren Verhältnissen gelebt und Schuldenberge angehäuft hätten, "galant" aus der Situation befreien könnten.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0