Verrückte Rettung des FSV: Hauchdünn vor dem CFC

Mannheim - Was war das für ein Finale! Der FSV hat sich gerade so ins Ziel gerettet und spielt in der kommenden Saison weiterhin in der 3. Liga.  Zwickau holte sich in Mannheim beim 0:0 einen Punkt. Im Gegenzug gewann Chemnitz gegen Rostock 4:2. Beide beenden mit 44 Zählern die Saison. Die Rot-Weißen sind in der Tabelle ein Tor besser. Ein Tor! Wahnsinn.

Elias Huth nimmt in der zweiten Minute einen Freistoß per Kopf an.
Elias Huth nimmt in der zweiten Minute einen Freistoß per Kopf an.  © picture point/Sven Sonntag

Elias Huth hätte nach nicht einmal einer Minute allen in Rot-Weiß die Nervosität nehmen können. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Can Coskun köpfte er völlig frei aufs Mannheimer Tor. Doch Markus Scholz hielt nichts davon und lenkte den Ball über die Latte. Stark von beiden!

Danach passierte kaum noch etwas auf dem Rasen des Carl-Benz-Stadions. Zwickau lief hoch an, erlaubte den Gastgebern, die vor dem Re-Start noch Zweiter waren, kaum Möglichkeiten. Safety first war das Motto.

Aus Chemnitz kam zudem keine Kunde, die zur extremen Beunruhigung hätte beitragen können. Das hätte fast Waldhof-Bub Valmir Sulejamani (24.) getan, der urplötzlich frei vor Johannes Brinkies auftauchte, den Ball aber übers Tor spitzelte.

Kurz nach der Pause wurde es hektisch

Zwickau Ronny König setzt sich gegen Gerrit Gohlke, Florian Flick und Mohamed Gouaida durch.
Zwickau Ronny König setzt sich gegen Gerrit Gohlke, Florian Flick und Mohamed Gouaida durch.  © picture point/Sven Sonntag

Zur Pause 0:0 in Mannheim, 0:0 in Chemnitz. Alles gut für Zwickau. Ein feines Filet war die Partie nicht, aber darum ging es keinem. 

Hektisch wurde es kurz nach der Pause für zwei Minuten - auf den Handys der Zwickauer. 1:0 CFC (50.), nur noch drei Tore plus für den FSV.

120 Sekunden später 1:1 Rostock. Alles wieder gut. Und Geplätscher auf dem Rasen. Die Risikobereitschaft der beiden Teams ging so weit, dass die Keeper das Feld hätten verlassen können. Aufgefallen wäre es nicht. Dann wurde es binnen Sekunden völlig verrückt.

Aber in Chemnitz: 2:1 (78.), 3:1 (86.), 4:1 (88.). Jetzt hatten Zwickau und Chemnitz beide eine Tordifferenz von -5, der FSV aber 56 Tore geschossen, der CFC nur 54. Der Schreck trug Himmelblau, einmal die Sachsen, einmal Mannheimer. Ein Tor des CFC oder einer des SV Waldhof - und Zwickau ist weg. Nun litten die Fingernägel. Was für eine Spannung.

Dann verkürzte Rostock auf 2:4 (89.). Leichte Entspannung. Aber immer noch war das eigene Spiel, bei dem nichts, aber auch gar nichts ging. Das war wie Backsteine tragen. Alle schauten nur nach Chemnitz. Es war brandgefährlich, was die Rot-Weißen machten. Mannheim hatte in der Nachspielzeit noch eine Ecke, die Gerrit Wegkamp wegköpfte. Aufatmen!

Und dann war Schluss. Aber in Chemnitz war noch nicht Schluss. Aber dann. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Das Sachsenderby in der kommenden Saison steigt nicht gegen Chemnitz, sondern gegen Dresden.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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