Für FSV-Coach Enochs war das 1:1 "eine Frage der Zeit": Erst unsicher, dann treffsicher

Zwickau - Unter Wert schlug sich der FSV Zwickau in der noch jungen Saison bereits oft genug. Am Wochenende war es dagegen umgedreht, durften die Schwäne sich glücklich schätzen, dass es am Ende bei Kaiserslautern 1:1 stand.

Routinier Ronny König (38, M.) wird von den Kollegen gefeiert.
Routinier Ronny König (38, M.) wird von den Kollegen gefeiert.  © imago images/Thomas Frey

"Wir sind unsicher gewesen und nicht so selbstbewusst aufgetreten, weshalb wir ziemlich schnell zurücklagen", geht Joe Enochs (49) auf die schwache Anfangsphase ein, die in Steffen Nkansahs Eigentor mündete.

Da brannte der Betze einmal. Nimmt Kaiserslautern den Schwung mit, wird es richtig schwer, teilt Zwickau das Schicksal von 1860 München, das eine Woche zuvor 0:3 verlor.

Doch genau das stellte sich nicht ein. Nicht etwa, weil die Gäste es verhinderten, sondern die Roten Teufel ihnen nicht die Hölle heiß machten.

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"Wir hatten erwartet, dass Lautern mit dem 1:0 etwas mehr Druck macht. Das haben sie nicht getan und uns damit ins Spiel kommen lassen. Wir hatten nicht die riesigen Chancen, haben aber auch nicht viel zugelassen", fasst Enochs die restliche erste Halbzeit zusammen.

Dominic Baumann musste kurz vor dem Seitenwechsel verletzt runter. Lars Lokotsch kam und nach der Pause noch Johan Gomez für den wieder unbefriedigenden Yannik Möker.

Trainer Joe Enochs schätzte das 1:1 gegen Kaiserslautern realistisch ein

Engagiert an der Seitenlinie: FSV-Coach Joe Enochs (49).
Engagiert an der Seitenlinie: FSV-Coach Joe Enochs (49).  © imago images/Thomas Frey

"Um in der zweiten Halbzeit etwas aktiver zu sein, brachten wir Gomez hinein", erklärt Enochs. Bevor sich für den 49-Jährigen der gewünschte Effekt einstellte, musste Zwickau mehrmals tief durchatmen.

Enochs: "Lautern kann, wenn sie die Kontersituationen besser ausspielen, erhöhen. Das taten sie nicht und deswegen kommen wir besser ins Spiel, haben viele Standards und gute Situationen in der Box. Für mich war es dann eine Frage der Zeit, bis wir das 1:1 schießen."

Wer, wenn nicht Ronny König sollte den Ausgleich erzielen. Es war sein 57. Drittligator für Zwickau und vereinsübergreifend das siebte gegen Lautern, im 15. Spiel. Wie beim 0:1 half auch hier der Gegner fleißig mit.

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Weil Mike Wunderlich in der 89. Minute einen Foulelfmeter noch an die Latte drosch, wusste Enochs das 1:1 realistisch einzuschätzen: "Wir fahren glücklich mit einem Punkt nach Hause."

Titelfoto: imago images/Thomas Frey

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