FSV Zwickaus Sportdirektor Wachsmuth: "Wir stehen in der Pflicht!"

Zwickau - So eine Vorstellung wie gegen Kaiserslautern (1:2) darf der FSV Zwickau am Samstag bei Absteiger SV Wehen Wiesbaden nicht abliefern. Darin stimmen nach einer internen Aussprache alle überein.

Will am Samstag seine Quarantäne für Arbeitszwecke verlassen: FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth. Die Erlaubnis vom Gesundheitsamt Leipzig, seinem Wohnort, liegt aber noch nicht vor.
Will am Samstag seine Quarantäne für Arbeitszwecke verlassen: FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth. Die Erlaubnis vom Gesundheitsamt Leipzig, seinem Wohnort, liegt aber noch nicht vor.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Ich werde nicht über Internas sprechen, aber wir haben die Dinge kritisch ausgewertet. Wir wissen, wo die Hebel anzusetzen sind", erklärt Julius Reinhardt.

Sportchef Toni Wachsmuth hatte nach der jüngsten Heimniederlage deutliche Worte gefunden. Wie sind die bei der Mannschaft angekommen? "Wir haben uns die Kritik angenommen, wissen, dass wir in der Pflicht und Verantwortung stehen. Jetzt gilt es, uns in Wiesbaden ein Erfolgserlebnis zu verschaffen."

Genau das braucht Zwickau nach zwei Pleiten in Serie und erwartet auch Wachsmuth von der Truppe. 

Noch so ein gebrauchtes Wochenende will der 33-Jährige, der sich seit anderthalb Wochen in Quarantäne befindet, und damit das 0:1 gegen Türkgücü sowie das Lautern-Spiel verpasste, nicht erleben.

Kann Wachsmuth mit nach Wiesbaden?

Julius Reinhardt.
Julius Reinhardt.  © Picture Point / Sven Sonntag

Am liebsten wäre Wachsmuth am Samstag in der Brita-Arena wieder mittendrin, zumal er seit dem positiven Corona-Befund viermal negativ getestet wurde und keinerlei Symptome aufweist, wie er am Donnerstag gegenüber TAG24 bestätigte. Doch da müssen die Gesundheitsbehörden an seinem Wohnort Leipzig mitspielen. 

"Ich habe einen Antrag auf Arbeitsquarantäne gestellt. Wird diese genehmigt, dürfte ich die häusliche Isolation zu Arbeitszwecken verlassen", hofft Wachsmuth kurzfristig nachreisen zu dürfen.

Grundsätzlich ist eine Lockerung der Quarantäne möglich, wie beispielsweise bei Marcus Godinho, der sich im Frühjahr nach der Rückkehr aus Kanada für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben musste, diese aber fürs Kleingruppen-Training verlassen durfte. Zuständig war hierbei das Gesundheitsamt des Landkreises Zwickau.

Nach drei Tagen in Quarantäne durfte zuletzt auch Hansa Rostock in Abstimmung mit dem Rostocker Gesundheitsamt in die Arbeitsquarantäne wechseln und den Trainingsbetrieb in Gruppen und unter erhöhten Hygienemaßnahmen wieder aufnehmen.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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