Hauptsache weiter! FSV-Coach Enochs zieht den Hut vor Chemie

Zwickau - Hauptsache eine Runde weiter, egal wie! Felix Drinkuth (26) erlöste den FSV Zwickau im Pokalfight bei der eine Klasse tiefer spielenden BSG Chemie Leipzig mit einem Kopfball nach einem Standard. Wie der Treffer zustande kam, spielte für den Torschützen eine untergeordnete Rolle. Entscheidend war das Ergebnis.

Still ruht der Hexenkessel: Pandemiebedingt fand natürlich auch die Partie in Leutzsch ohne Zuschauer statt, auch wenn vor den Stadiontoren ein paar Chemie-Fans für etwas Stimmung sorgten.
Still ruht der Hexenkessel: Pandemiebedingt fand natürlich auch die Partie in Leutzsch ohne Zuschauer statt, auch wenn vor den Stadiontoren ein paar Chemie-Fans für etwas Stimmung sorgten.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Ich weiß nur, dass der Ball von links gekommen ist. Ich weiß gar nicht, ob Freistoß oder Ecke. Muss ich mir gleich nochmal angucken. Ich glaub von Can (Coskun d. Red.) reingeflankt", ging Matchwinner Drinkuth gegenüber "FSV-TV" auf die spielentscheidende Szene ein.

Nachvollziehbar, dass der Linksaußen in der 72. Minute den Tunnelblick hatte. Zwickau hatte die Partie im Griff, kam aber nicht zu zwingenden Strafraumszenen, weil es die "Chemiker" clever anstellten.

"Wir wollten gar nicht den Ballbesitz haben", ging Leipzigs Coach Miroslav Jagatic (44) nach der Partie darauf ein, mit welcher Aufgabe er Zwickau konfrontierte. Sein Gegenüber Joe Enochs (49) sah das erwartet schwere Spiel und machte bei seiner Elf eine gewisse Behäbigkeit aus.

"Sie haben die fehlende Spielpraxis mit Einsatz und Wille wettgemacht, uns das Leben schwer gemacht und immer wieder Nadelstiche gesetzt", meint der US-Amerikaner.

FSV-Coach Joe Enochs (49) sah ein zähes Spiel - die kampfstarken Chemiker waren trotz fehlender Wettkampfpraxis nur schwer zu knacken.
FSV-Coach Joe Enochs (49) sah ein zähes Spiel - die kampfstarken Chemiker waren trotz fehlender Wettkampfpraxis nur schwer zu knacken.  © Picture Point/Roger Petzsche

FSV-Kicker Felix Drinkuth über erlösenden Treffer: "Zum Glück einmal mit Kopf ein Tor gemacht"

Der Matchwinner: Felix Drinkuth (26, l.) jubelt nach seinem entscheidenden Treffer.
Der Matchwinner: Felix Drinkuth (26, l.) jubelt nach seinem entscheidenden Treffer.  © Picture Point/Roger Petzsche

Dass der Drittligist in vollem Wettbewerb steht, während der Konkurrent seit Anfang November coronabedingt pausierte, machte sich nur bedingt bemerkbar. "Man muss den Hut davor ziehen, wie sie aufgetreten sind", findet Enochs.

Aus dem Spiel heraus ließ Chemie wenig zu. Deswegen musste ein Freistoß aus dem linken Halbfeld her, den Coskun punktgenau servierte, sodass Drinkuth nur noch die Stirn hinhalten brauchte.

"Zum Glück einmal mit Kopf ein Tor gemacht. Das kommt auch nicht so häufig vor", war das Kopfballungeheuer von Leutzsch zum Schmunzeln aufgelegt und lieferte das Stichwort.

"Wir wissen, dass es unsere Stärke ist. Sowohl im Pokal als auch der Liga kommen wir damit eine Runde weiter."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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