Kehrt Patrick Göbel zum FSV Zwickau zurück? "Es wäre eine Option"

Zwickau - Zwölf Abgänge verzeichnete der FSV Zwickau in diesem Sommer. Der herbste Verlust ist der von Topscorer Morris Schröter (25, Dynamo Dresden). Wer in dessen Fußstapfen tritt und die vakante Position auf Rechtsaußen ausfüllt, ist die spannende Frage. Einer, der dies schon einmal tat, ist durch das sportliche Aus des KFC Uerdingen frei geworden: Patrick Göbel (27).

Patrick Göbel (27, r.) im Trikot des KFC Uerdingen im Duell mit Mannheims Joseph Boyamba (24).
Patrick Göbel (27, r.) im Trikot des KFC Uerdingen im Duell mit Mannheims Joseph Boyamba (24).  © imago images/HMB-Media

Etwas sehnsüchtig blickt der Ex-Zwickauer von Mönchengladbach, wo er derzeit noch mit Gattin Lisa und Sohn Romeo wohnt, zur früheren Wirkungsstätte (2014 - 2017).

"Über die Jahre ist der Verein zum absolut etablierten Drittligisten geworden. Man hat gezeigt, dass auch etwas entstehen kann, ohne über die Mittel zu verfügen, wie sie andere Klubs haben", findet Göbel.

In Zwickau ist das Portmonee nicht so prall gefüllt wie andernorts und sitzt auch nicht so locker. Finanzielles Harakiri, wie bei Göbels bisherigem Arbeitgeber Uerdingen, der trotz Punktabzugs wegen Insolvenzantrags sportlich die Klasse hielt, dann aber vom DFB aus der 3. Liga gekickt wurde, weil die Lizenzauflagen nicht erfüllt wurden.

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"Für uns war das ein Schock. Trotz aller Widrigkeiten hielten wir die Liga, gingen in die Sommerpause und erfahren eine Woche später, dass alles aus ist", kippte es Göbel aus den Latschen.

Patrick Göbel über Ex-Verein KFC Uerdingen: "Ich wollte nur noch weg!"

Für den 27-Jährigen war es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Göbels Vertrag hatte sich einsatzbedingt (27 Partien/4 Vorlagen) zwar verlängert, doch nun wollte er nur noch weg. "Ich habe den Vertrag einseitig gekündigt, wollte nur weg und wieder unter normalen Bedingungen Fußball spielen. Denn es hakte bei weitem nicht nur im finanziellen Bereich."

Und Göbel zählt auf: "Die Umkleide, in der wir uns zum Training umzogen, hatte die Fläche von einem Schlafzimmer. Der Schimmel tropfte von der Decke und dann ging es auf einen Acker, auf dem jede Einheit einer Körperverletzung glich. Den Kunstrasen konnten wir nicht nutzen, weil, so wurde gesagt, die Rechnungen nicht beglichen wurden. Das war eine harte Zeit, in der irgendwann die Lust am Fußball verloren geht."

Um diese wiederzugewinnen, wechselte in der jüngeren Vergangenheit schon so mancher ins Westsächsische und bereute es mitnichten. Wie auch Ronny König (38) und Julius Reinhardt (33).

Folgt nun Göbel? "Es wäre eine Option. Ich hatte damals drei tolle Jahre, in denen wir viel erreicht haben. Für den Fußball in Zwickau musst du gemacht sein und das denke ich, bin ich auch. Außerdem passt das Klima."

Titelfoto: imago images/HMB-Media

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