Miatke für den FSV zu alt! Meuselwitz bietet ihm eine neue Perspektive

Zwickau - Wenn es beim FSV Zwickau in den letzten fünf Jahren brannte, war auf Nils Miatke (31) stets Verlass. Nun hieß es für den 31-Jährigen mit dem 2:0 gegen Saarbrücken nach exakt 150 Pflichtspielen Abschied zu nehmen - wenn auch ungewollt. Seine Laufbahn wird der Linksfuß aber fortsetzen. Nur eine Liga tiefer.

Fünf Jahre FSV Zwickau, 150 Spiele: Nils Miatke (31) sagt tschüss. Er wird künftig eine Liga tiefer in Meuselwitz spielen.
Fünf Jahre FSV Zwickau, 150 Spiele: Nils Miatke (31) sagt tschüss. Er wird künftig eine Liga tiefer in Meuselwitz spielen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach TAG24-Informationen unterschreibt Miatke für drei Jahre beim ZFC Meuselwitz. Bei den Zipsendorfern setzt der junge Familienvater nicht mehr nur fußballerische Akzente, sondern schaut erstmals auch aktiv über den Tellerrand Profifußball hinaus.

Parallel wird Miatke bei Bluechip eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann anfangen. Dass er sich bewusst fürs Semiprofitum und gegen Angebote als Vollprofi weiterzumachen entschied, lag auch daran, wie die letzten Monate in Zwickau verliefen.

Dort ließ man ihn lange im Ungewissen, um ihm letztlich klarzumachen, Miatke sei für den FSV mit 31 Jahren zu "alt".

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Miatke: "Fünf Jahre habe ich alles für den Verein gegeben und meinen Teil zum Klassenerhalt beigetragen. Da hätte ich mir schon gewünscht, dass man von Beginn an offen mit mir spricht. Wenn man eine Verjüngung einleiten will und deswegen ohne mich plant, ist das in Ordnung. Das gehört im Fußball dazu."

"Nur die Art und Weise, wie man es dann kommuniziert hat, fand ich nicht in Ordnung", so Miatke weiter.

Miatke über Zeit beim FSV: "Es waren fünf Jahre gelebten Zusammenhalts, wie ich es zuvor selten erlebt habe."

Dass die Kampfsau, als die Miatke sich fünf Jahre lang auszeichnete, noch längst nicht zum alten Eisen zählt, kann er seinem Ex-Klub am 10. Juli unter Beweis stellen. Dann nämlich trifft Zwickau im Trainingslager in Bad Blankenburg auf Meuselwitz.

Groll hegt der Aussortierte dennoch nicht. "Es waren fünf Jahre gelebten Zusammenhalts, wie ich es zuvor selten erlebt habe."

"Dass für den Verein am Ende jedes Mal der Klassenerhalt stand, spricht, denke ich, für sich", findet Miatke.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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