Nkansah rettet FSV Zwickau in der Nachspielzeit einen Punkt

Zwickau - Steffen Nkansah hat dem FSV Zwickau am Dienstagabend gegen den FC Bayern München II in der 6. Minute der Nachspielzeit einen ganz wichtigen Punkt gerettet. Aus dem Gefühl heraus drückte der Abwehrspieler den Ball zum 1:1-Endstand über die Linie.

Für die Mannschaft von Trainer Joe Enochs war es das sechste Spiel in Folge ohne Sieg.
Für die Mannschaft von Trainer Joe Enochs war es das sechste Spiel in Folge ohne Sieg.  © Picture Point/Gabor Krieg

Für die Mannschaft von Trainer Joe Enochs war es das sechste Spiel in Folge ohne Sieg. Doch das war den Westsachsen nach diesem Herzschlagfinale herzlich egal.

Enochs nahm nach der Nullnummer in Magdeburg eine Veränderung vor und brachte auf der linken Außenbahn Felix Drinkuth für Nils Miatke. "Ich hoffe auf seine Geschwindigkeit, Zielstrebigkeit und Torgefährlichkeit", meinte der Fußball-Lehrer vor dem Anpfiff.

Der Enochs-Schachzug wäre in der Anfangsphase fast aufgegangen. Nach der Hereingabe von Morris Schröter hatte Drinkuth freie Schussbahn. Abwehrtalent Justin Che, 17 Jahre alt, warf sich in den Ball und machte die erste Großchance der Westsachsen zunichte. Nach dem folgenden Eckball kam Drinkuth erneut an den Ball und köpfte aus zwei Metern übers Tor.

Der FSV hatte alles im Griff, war präsent in den Zweikämpfen, spielbestimmend, druckvoll. Allerdings fehlte in der torgefährlichen Zone die Präzision, oder ein Münchner bekam den Fuß dazwischen, wie bei der guten Schusschance von Yannik Möker (31.).

Mannschaftsaufstellungen des FSV Zwickau und FC Bayern München II

Steffen Nkansah gleicht für den FSV Zwickau wenige Sekunden vor Schluss aus

Tor für Bayern II: Sarpreet Singh (2.v.l.) trifft zum 0:1 gegen FSV-Torhüter Johannes Brinkies (2.v.r.).
Tor für Bayern II: Sarpreet Singh (2.v.l.) trifft zum 0:1 gegen FSV-Torhüter Johannes Brinkies (2.v.r.).  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Bayern-Bubis tauchten vor der Pause nur einmal gefährlich im Zwickauer Strafraum auf. Das reichte, um in Führung zu gehen. Angelo Stiller legte am Fünfmeterraum quer zum freistehenden Sarpreet Singh. Der Neuseeländer konnte sich die Ecke aussuchen und vollendete.

"Wir verlieren im Vorwärtsgang den Ball. Trotzdem waren im Strafraum noch genug Leute, aber die stehen zu weit weg. Das ist zu einfach", ärgerte sich Sportdirektor Toni Wachsmuth bei MagentaSport.

Seine Hoffnung, dass die Gastgeber die zweite Hälfte so dominant gestalten würden wie die erste, erfüllte sich nicht. Plötzlich spielten die Bayern munter auf. Mehrmals brannte es lichterloh vor dem Kasten von Schlussmann Johannes Brinkies.

Und der FSV? Kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Ein 16-Meter-Schuss von Drinkuth (56.), der Torwart Ron-Thorben Hoffmann keine Probleme bereitete, und ein Möker-Freistoß über den Kasten (86.) - das wars!

Dann kam die Nachspielzeit - und Zwickau schnappte sich dank Nkansah zumindest noch einen Punkt.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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