"Entweder für vorne oder hinten": Nur Geld für einen FSV-Neuzugang da

Zwickau - Der FSV Zwickau erlegte sich vor der Saison einen Sparzwang auf, knappste vom ohnehin schon einem der niedrigsten Spieler-Etats aller Drittligisten weitere Kohle ab.

FSV-Vorstandssprecher Frank Fischer (54) schiebt größeren Ausgaben einen Riegel vor.
FSV-Vorstandssprecher Frank Fischer (54) schiebt größeren Ausgaben einen Riegel vor.  © picture point/Sven Sonntag

Nun muss im Zuge der Nachlizenzierung durch den DFB frisches Kapital besorgt werden. Gleichzeitig können von Sportchef Toni Wachsmuth (36) und Trainer Joe Enochs (51) angestrebte Transfers nicht in voller Gänze getätigt werden.

"Wenn überhaupt, ist ein Neuzugang nur über die Zahlungen der Berufsgenossenschaft nach der Verletzung von Filip Kusic (26) möglich, die 42 Tage nach Krankschreibung einspringt. Weitere finanzielle Mittel sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhanden. Von daher heißt es, entweder jemanden für vorne oder hinten zu verpflichten. Beides zusammen geht nicht", stellt Vorstandssprecher Frank Fischer (54) klar.

Wachsmuth hatte vor drei Wochen nach der Sachsenpokal-Partie in Heidenau gegenüber TAG24 gesagt, man halte nach einem Ersatz für Kusic, der mit Kreuzbandriss im rechten Knie die restliche Saison ausfällt, sowie einer Verstärkung für die Offensive Ausschau.

FSV Zwickau: Es muss über die Aufnahme von Fremdmitteln geredet werden

Sportchef Toni Wachsmuth (36, vorn) und Trainer Joe Enochs (51) halten nach Verstärkungen Ausschau.
Sportchef Toni Wachsmuth (36, vorn) und Trainer Joe Enochs (51) halten nach Verstärkungen Ausschau.  © Picture Point/Gabor Krieg

Da der Etat ausgereizt ist, könnten externe Geldgeber eine Lösung sein. Nach denen fischt Zwickau seit Jahren vergeblich. Im Januar 2020 wurde die Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert, um Investoren an die Angel zu bekommen. Corona und der Ukraine-Krieg grätschten dazwischen.

Kurzfristig frisches Kapital zu besorgen, um die Mannschaft zu verstärken, würde zudem mit den Hausaufgaben kollidieren, die der DFB den Zwickauern mit auf den Weg gab. Fischer: "Die Nachlizenzierung sorgt für keine Überraschungen. Was uns der DFB ins Stammbuch geschrieben hat, entspricht dem, wovon wir ausgingen."

Die geforderte Summe ist allerdings nicht so hoch, wie zuvor von anderen Medien vermeldet. "Wir sprechen von einem mittleren sechsstelligen Betrag", erklärt Fischer.

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Dieser kann über zwei Wege aufgetrieben werden, wie der FSV-Boss erläutert: "Entweder gelingt es uns, das Sponsoring zu erweitern, was aber in der Kürze der Zeit schwer möglich ist. Daher muss über die Aufnahme von Fremdmitteln geredet werden, um die Anforderungen seitens des DFB zu erfüllen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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