Pechvogel Leon Jensen! Ex-Zwickauer erleidet nach Kreuzbandriss nächste Knieverletzung

Zwickau/Karlsruhe - Er wartet noch immer auf seinen ersten Einsatz für den Karlsruher SC! Leon Jensen (24) befand sich nach seinem Kreuzbandriss gerade wieder im Mannschaftstraining und verletzte sich nun erneut schwer.

Leon Jensen (24) hat noch nicht ein Pflichtspiel für den Karlsruher SC bestritten.
Leon Jensen (24) hat noch nicht ein Pflichtspiel für den Karlsruher SC bestritten.  © dpa/Uli Deck

Der Knorpel vom früheren Mittelfeldmann des FSV Zwickau wurde in Mitleidenschaft gezogen, wie der KSC am Donnerstag mitteilte.

"Das ist natürlich sehr bitter und tut mir leid für Leon, der wieder ganz nah am Team war. Wir werden ihm aber natürlich auch jetzt alle Zeit geben, dass er wieder fit wird", erklärte Cheftrainer Christian Eichner (39) auf der Website seines Vereins.

Nun werde "überlegt, welche Behandlungsmethode für Leons Knie am besten ist." Teamarzt Dr. Marcus Schweizer (58) verdeutlichte, dass in der kommenden Woche wahrscheinlich "eine Operation" folgen werde.

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Damit wartet der talentierte Profi weiterhin auf sein Zweitliga-Debüt. Er war vor der Saison mit großen Hoffnungen ablösefrei von den Schwänen verpflichtet worden. Bei den Westsachsen kam er 63-mal zum Einsatz, erzielte dank seiner starken Schusstechnik neun Tore und bereitete fünf weitere Treffer direkt vor.

Er deutete immer wieder an, dass er nun reif für den Sprung in Deutschlands Fußball-Unterhaus ist, doch ausgerechnet jetzt macht ihm sein Körper gleich zweimal einen Strich durch die Rechnung - extrem bitter für den gebürtigen Mannheimer!

Karlsruher SC gibt den erneuten Ausfall von Leon Jensen bekannt

Leon Jensen fiel noch nie so lange aus

Leon Jensen (24) am Boden: Der Mittelfeldmann kämpfte sich nach einem Kreuzbandriss zurück und fällt nun mit einer weiteren Knieverletzung länger aus.
Leon Jensen (24) am Boden: Der Mittelfeldmann kämpfte sich nach einem Kreuzbandriss zurück und fällt nun mit einer weiteren Knieverletzung länger aus.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zuvor war Jensen noch nie als verletzungsanfällig aufgefallen. Im Gegenteil. Durch regelmäßige Einsatzzeiten in der Jugend bei Tennis Borussia Berlin und Hertha BSC machte er sich als guter Vorbereiter und Techniker einen Namen und spielte 2016/17 erstmals in der 3. Liga für den SV Werder Bremen II, wo er in seiner ersten Saison allerdings nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinauskam.

2017/18 war er bei den jungen Grün-Weißen dann gesetzt, konnte den Abstieg aber auch nicht verhindern und schloss sich etwas überraschend dem luxemburgischen Erstligisten F91 Düdelingen an, für den er sogar zweimal in der Europa League auflief.

Trotzdem konnte er sich hier nicht entscheidend durchsetzen, was im Nachhinein verwundert. So griff Zwickau im Sommer 2019 zu und landete mit dem ablösefreien Zentrumsakteur einen richtig guten Fang. Bis auf das Ende der vergangenen Saison zählte er unter Coach Joe Enochs (50) zum Stammpersonal und hatte seinen Anteil am Klassenerhalt der Westsachsen.

Verabschiedete sich vom FSV Zwickau mit einem herrlichen Freistoßtor: Leon Jensen (2.v.r.) netzte am 22. Mai 2021 in der 24. Minute zum 1:0 gegen den 1. FC Saarbrücken ein.
Verabschiedete sich vom FSV Zwickau mit einem herrlichen Freistoßtor: Leon Jensen (2.v.r.) netzte am 22. Mai 2021 in der 24. Minute zum 1:0 gegen den 1. FC Saarbrücken ein.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nun muss Jensen erstmal die Operation überstehen und kann dann erneut an seinem Comeback arbeiten, um sich endlich auch in der 2. Bundesliga beweisen zu können.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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