Pfiff-Ärger! Deswegen flogen beim FSV-Match gegen Essen an der Seitenlinie die Fetzen

Zwickau - Der FSV Zwickau zeigte sich bei Aufsteiger Rot-Weiss Essen am Samstag formverbessert und holte mit einer kämpferischen Leistung ein 1:1 (1:1), wodurch die Niederlagen-Serie ihr Ende fand. Für Gesprächsstoff sorgte hinterher allerdings vor allem eines: ein Pfiff, der keiner war.

An der Seitenlinie flogen nach dem umstrittenen Tor die Fetzen.
An der Seitenlinie flogen nach dem umstrittenen Tor die Fetzen.  © imago/eibner

Im Mittelpunkt stand jene Szene, die in der 26. Minute zu Essens Ausgleich durch Felix Götze (24) fiel, der ein Luftduell zwischen Zwickaus Torhüter Marcel Engelhardt (29) und RWE-Kapitän Daniel Heber (28) vorausging.

Engelhardt verließ seinen Kasten, kam aber nicht an den Ball. Götze staubte ab und wollte zunächst gar nicht so recht in Jubelstürme ausbrechen. "Es war irritierend, weil es einen Pfiff gab", schilderte Patrick Göbel (29) hinterher.

Max Jansen (29), für Davy Frick (32), der zunächst auf der Bank saß, als Kapitän gestartet, berichtete Ähnliches: "Die Spieler haben in der Halbzeit gesagt, dass sie einen Pfiff wahrgenommen haben. Ich weiß nicht, ob es den Torwart irritierte oder nicht. Aber es hatten alle abgeschaltet, auch der Essener Spieler."

Kann sich der FSV vier Torhüter leisten? Zwickau will sich mit Neuzugängen verstärken
FSV Zwickau Kann sich der FSV vier Torhüter leisten? Zwickau will sich mit Neuzugängen verstärken

Götze bestätigte dies hinterher bei "MagentaSport". "Ich war mir sehr sicher, einen Pfiff gehört zu haben. Den hätte ich aber nicht verstanden, weil es meiner Meinung nach kein Foul war. Gut, dass ich weitergemacht habe, obwohl ich den Pfiff hörte", so der 24-Jährige.

Aue-Kicker Könnecke: "Es sah so aus, als hätte er abgepfiffen"

Marcel Engelhardt (29) hängt an der Querlatte – der FSV-Keeper kassierte einen äußerst unglücklichen Gegentreffer.
Marcel Engelhardt (29) hängt an der Querlatte – der FSV-Keeper kassierte einen äußerst unglücklichen Gegentreffer.  © imago/Markus Endberg

Erst einige Sekunden später registrierten alle Beteiligten, dass Referee Max Burda den Treffer zählen ließ, der Pfiff wohl aus dem Publikum kam.

Essen jubelte, Zwickau haderte. "Es sah so aus, als hätte er abgepfiffen. Wenn dem wirklich so war, kotzt es mich an, was die Schiris anbelangt. Es hilft aber nichts, denn wir können uns nur selbst helfen", meinte Mike Könnecke (34), der die Schwäne bereits in der vierten Minute in Führung schoss.

Mit einem Punkt tritt die Elf von Joe Enochs (51) zwar auf der Stelle, verhinderte allerdings den Absturz auf den letzten Platz und holte nach drei Niederlagen in Serie wieder Zählbares.

Klarer Sieg: FSV Zwickau gewinnt gegen Heidenau und zieht ins Sachsenpokal-Viertelfinale ein
FSV Zwickau Klarer Sieg: FSV Zwickau gewinnt gegen Heidenau und zieht ins Sachsenpokal-Viertelfinale ein

"Wir können auf dem einen Punkt aufbauen. Jetzt wollen wir zu Hause gegen Osnabrück die drei Punkte", betont Könnecke.

Verzichten müssen die Schwäne dabei auf Frick, der in der Schlussphase wegen Foulspiels Rot sah.

Titelfoto: imago/eibner

Mehr zum Thema FSV Zwickau: