"Schwer gegen zehn Mann": FSV-Coach Enochs hadert nach Magdeburg-Remis nicht mit seiner Mannschaft

Zwickau - Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Der FSV Zwickau ist dem Klassenerhalt ein Stück näher gekommen, hat bei sechs ausstehenden Spieltagen und 18 zu verteilenden Punkten acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone und mit Magdeburg (0:0) am Sonnabend einen Konkurrenten auf Abstand gehalten.

Bei diesem Freistoß von Luka Sliskovic (26) stand die FSV-Abwehr kurz vor Schluss nochmal unter Druck, hielt dem aber stand.
Bei diesem Freistoß von Luka Sliskovic (26) stand die FSV-Abwehr kurz vor Schluss nochmal unter Druck, hielt dem aber stand.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir wussten, wie gut sie drauf sind", sagte Joe Enochs (49) auf der Pressekonferenz nach dem torlosen Remis in der MDCC-Arena.

Der 49-Jährige zielte damit auf den Aufwärtstrend der Elbestädter ab, die inklusive des Ostduells seit sieben Partien ungeschlagen sind und dabei 17 von 21 Punkten holten.

FCM-Coach Christian Titz (50) formierte eine starke Defensive, die nunmehr seit fünf Spieltagen kein Tor mehr zuließ und an der sich letztlich auch Enochs' Elf die Zähne ausbiss. Wobei zu Beginn vielmehr die Zwickauer Defensive gefordert war.

"Wir hatten eine Druckphase von 15 bis 20 Minuten zu überstehen, wo Magdeburg viele Standardsituationen hatte. Dass wir diese überstanden, zeigt unsere Qualität", findet Enochs.

Kurzfristig hatte der US-Amerikaner auf Marco Schikora (26, grippaler Infekt) und Marcus Godinho (23, Knieprobleme) verzichten müssen.

Für Schikora rückte Yannik Möker (21) ins defensive Mittelfeld, während Jozo Stanic (22) auf die angestammte Position rechts in der Viererkette zurückkehrte. Die Leihgabe vom FC Augsburg war auch an der Szene der Partie beteiligt, als er kurz vor dem Pausentee an der Seitenlinie vor Alexander Bittroff (32) an den Ball kam und der bereits verwarnte Magdeburger ihm auf den Spann stieg.

Die Konsequenz: Gelb-Rot und etwas mehr als eine Halbzeit elf gegen zehn für die Westsachsen.

Während des Spiels schimpfte FSV-Coach Joe Enochs (49) ab und an wie ein Rohrspatz. Nach der Partie machte er einen deutlich zufriedeneren Eindruck.
Während des Spiels schimpfte FSV-Coach Joe Enochs (49) ab und an wie ein Rohrspatz. Nach der Partie machte er einen deutlich zufriedeneren Eindruck.  © picture point/Sven Sonntag

FSV-Coach Enochs: "Magdeburg hat ums Überleben gekämpft!"

Dass der gefährlichste Torschuss mit dem Pfostenknaller von Mike Könnecke (32), noch in Gleichzahl abgegeben wurde, zeigt, wo der Hase im Pfeffer lag.

"Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht in der Lage, diese Überzahl auszunutzen. Klar haben wir eine Chance in der 82. Minute, wo Morris Schröter (25) auf Lars Lokotsch (24) quer legt, in Führung zu gehen", weiß Enochs, dass in Summe mehr hätte herumkommen müssen.

Den Stab über seiner Elf mochte er aber nicht brechen: "Ich habe lange Fußball gespielt und weiß genau, wie schwer es gegen zehn Mann zu spielen ist! Magdeburg hat ums Überleben gekämpft."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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