Urgestein Frick: Vom Tribünengast endlich zurück in das FSV-Aufgebot

Zwickau - Dienstagabend ging Davy Frick (31) nochmal in Zivil ins Stadion und saß mit seinen Eltern auf der Haupttribüne. Wie gerne wäre er ein paar Meter weiter unten gewesen. Nicht in der Startelf, aber zumindest auf der Wechselbank des FSV Zwickau. Am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern könnte sich das ändern!

Zuletzt war Davy Frick (31) noch in Zivil im Stadion. Am Samstag will er auf dem Betze wieder seine Arbeitskleidung tragen.
Zuletzt war Davy Frick (31) noch in Zivil im Stadion. Am Samstag will er auf dem Betze wieder seine Arbeitskleidung tragen.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Seit zwei Wochen trainiere ich wieder mit der Mannschaft. Vielleicht wird es was am Sonnabend, erstmals im Kader zu stehen", befindet sich Frick zwischen Hoffen und Bangen.

Die Rückkehr ins Aufgebot wäre das Resultat wochenlanger harter Arbeit, die hartnäckigen Hüftprobleme in den Griff zu bekommen. Schon letzte Saison hatten sie ihn gequält.

"Fricker" biss auf die Zähne, bis es nicht mehr ging. "Ich hatte immer wieder Schmerzen im Adduktoren- und Leistenbereich." Der 31-Jährige musste gegensteuern, um weiterhin als Fußballprofi arbeiten zu können.

Trotz Abstiegsplatz und Heimschwäche: Beim FSV Zwickau ist das Glas immer noch halbvoll!
FSV Zwickau Trotz Abstiegsplatz und Heimschwäche: Beim FSV Zwickau ist das Glas immer noch halbvoll!

"Durch Dehnübungen wird die Hüfte freigemacht. Dazu betreibe ich Muskelaufbau im Beckenbereich. Darauf schaue ich verstärkt, gehört aber im Profibereich einfach dazu", erklärt Frick.

"Zehn Jahre sehr intensiver Fußball hinterlassen ihre Spuren"

Denn gerade in Zwickau ist Fußball auch Abnutzungskampf. "Zehn Jahre sehr intensiver Fußball hinterlassen ihre Spuren, aber da muss ich durch und sehen, wie mein Körper reagiert", betont der 31-Jährige.

Das geht an die Substanz, denn kaum jemand versinnbildlicht Zwickaus Spielstil wie das FSV-Urgestein. "Ich mache keine Wunderdinge auf dem Platz, sondern spiele mit Leidenschaft, versuche viel zu kommunizieren und voranzugehen", beschreibt Frick seine Stärken mit erfrischender Ehrlichkeit.

Er macht aus seinem Herzen auch keine Mördergrube, wenn es darum geht, seine Gefühle als Tribünengast zu beschreiben: "Das nervt mich, nicht eingreifen zu können, ist aber die Motivation, weiter an mir zu arbeiten."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema FSV Zwickau: