Zwickau-Coach Joe Enochs findet Schlüssel zum Sieg und gönnt sich "Hei­mat­ur­laub"

Zwickau - Der FSV Zwi­ckau siegt sich von den Ab­stiegs­plät­zen! Durch das 1:0 beim VfL Os­na­brück ge­hen die Schwä­ne als 16. in die Län­der­spiel­pau­se.

Die Zwickauer feierten ihren Sturm-Oldie Ronny König (38), der unnachahmlich zugeschlagen hatte.
Die Zwickauer feierten ihren Sturm-Oldie Ronny König (38), der unnachahmlich zugeschlagen hatte.  © osnapix / Titgemeyer

Noch ent­schei­den­der: Zwi­ckau ist seit 289 Mi­nu­ten (ohne Nach­spiel­zeit) ohne Ge­gen­tor und blieb das vier­te Spiel in Fol­ge un­ge­schla­gen. "Wir ar­bei­ten mitt­ler­wei­le we­sent­lich bes­ser ge­gen den Ball, was dazu führ­te, dass wir drei­mal zu null spie­len", sieht Joe En­ochs (50) Fort­schrit­te.

Um an der Bre­mer Brü­cke er­folg­reich zu sein, hat­te sich der 50-Jäh­ri­ge ei­nen Plan zu­recht­ge­legt, die lila-wei­ßen Au­ßen­bahn­spie­ler an die Ket­te zu le­gen. En­ochs: "Mar­co Schi­ko­ra (27), den wir links hin­ter zo­gen und Ma­ri­us Haupt­mann auf der rech­ten Ab­wehr­sei­te ha­ben im Eins-ge­gen-eins Aa­ron Opo­ku (22) und Ba-Mu­a­ka Si­maka­la (24) sehr gut im Griff ge­habt. Das war der Schlüs­sel zum Sieg."

Dazu be­kam Zwi­ckau die Stan­dards ver­tei­digt. "Os­na­brück hat­te rund ein Dut­zend Ecken, aber wir lie­ßen dar­aus nichts Ge­fähr­li­ches zu", hebt En­ochs her­vor.

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FSV Zwickau FSV-Spieler Nkansah nach Saarbrücken-Pleite: "Kotzt mich an!"

In der ers­ten Halb­zeit lief aber noch nicht al­les rund. "Zu 80 Pro­zent be­fan­den wir uns in der De­fen­si­ve, da es uns nicht ge­lang, auf viel Ball­be­sitz zu kom­men und zwei­te Bäl­le zu si­chern. Was wir brauch­ten, war mehr Ent­las­tung. Zur zwei­ten Halb­zeit hat das bes­ser funk­tio­niert", meint En­ochs.

Für Joe Enochs war es der erste Sieg an alter Wirkungsstätte

FSV-Coach Joe Enochs (50) traf in seiner alten Heimat viele Bekannte - und blieb gleich noch einen Tag.
FSV-Coach Joe Enochs (50) traf in seiner alten Heimat viele Bekannte - und blieb gleich noch einen Tag.  © osnapix / Titgemeyer

Luca Horn (22), zur 57. Mi­nu­te für Lars Lo­kotsch (25) ge­kom­men, spiel­te von links mit rechts vor den Fünf­me­ter­raum, wo Ron­ny Kö­nig (38) den Ball mit dem Rü­cken zu Tor und Ge­gen­spie­ler an­nahm, sich dreh­te und traf. "So tief in der Box ist er schwer zu ver­tei­di­gen. Luca hat das gut er­kannt und 'King' macht es su­per", lobt En­ochs.

Kö­nig si­cher­te dem Ex-VfLer den ers­ten Sieg an al­ter Wir­kungs­stät­te und ei­nen zu­sätz­li­chen Tag in der al­ten Hei­mat. "Ich blei­be noch ei­nen Tag, um am Sonn­tag an ei­nem Pod­cast ei­ner Lo­kal­zei­tung teil­zu­neh­men und da­nach bei ei­nem 35-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um ei­nes gu­ten Be­kann­ten vor­bei­zu­schau­en", ver­rät En­ochs.

Die Mann­schaft be­kommt am Montag ih­ren ver­dien­ten frei­en Tag.

Titelfoto: osnapix / Titgemeyer

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