Zwickau-Coach Joe Enochs: "Wir machen Lars keinen Vorwurf"

Zwickau - Der FSV Zwickau hatte 1860 München eigentlich im Griff. Bis Lars Lokotsch (25) kurz nach der Pause vom Platz flog und sich die Schwäne die drei wichtigen Zähler im Abstiegskampf noch wegschnappen ließen. Am Rotsünder wollte FSV-Coach Joe Enochs (50) das 1:3 aber nicht festmachen.

Das Foul von Lars Lokotsch (25), für das ihm Schiri Patrick Hanslbauer (31) die Rote Karte zeigte, löste eine kurze Rudelbildung aus.
Das Foul von Lars Lokotsch (25), für das ihm Schiri Patrick Hanslbauer (31) die Rote Karte zeigte, löste eine kurze Rudelbildung aus.  © imago images/Kirchner-Media

"Wir hatten das Spiel im Griff, machen Lars aber keinen Vorwurf", nahm der US-Amerikaner den Rotsünder nach Abpfiff in Schutz. Lokotsch hatte Münchens Niklas Lang (19) in der 47. Minute in der gegnerischen Hälfte mit gestrecktem Bein im Oberkörperbereich getroffen und wurde von Schiedsrichter Patrick Hanslbauer (31) umgehend vom Platz gestellt.

Enochs: "Er wollte keinen verletzen. Wir hoffen, das Niklas nicht so lange ausfällt." 1860-Coach Michael Köllner (52) schilderte auf der Pressekonferenz, Lang habe "immer noch riesige Probleme bei der Atmung und Druck auf der Brust" und er hoffe, "beim Brustbein ist nix kaputtgegangen."

Jene folgenschwere Szene erwies sich auch als Knackpunkt. Zwickau hatte die Partie, wie Enochs erwähnte, im Griff und lag durch Dominic Baumann (26/36. Minute) vorne.

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"Ich hatte nicht das Gefühl, dass von Sechzig noch so viel Torgefahr kommen kann und grundsätzlich ein gutes Gefühl beim Verteidigen. Die Rote Karte verändert das Spiel", resümiert Nils Butzen (28): "Ärgerlich, dass wir die Null nicht länger halten konnten. Sicherlich gibt es ein paar Sachen, die wir verbessern müssen, denn auch in Unterzahl kann man so ein Spiel über die Zeit bringen."

Starke Geste: FSV-Coach Joe Enochs (50, l.) "klatscht" mit Lars Lokotsch (25) nach dessen Platzverweis ab.
Starke Geste: FSV-Coach Joe Enochs (50, l.) "klatscht" mit Lars Lokotsch (25) nach dessen Platzverweis ab.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das sieht Enochs ähnlich: "Mit einem Mann weniger können wir besser verteidigen. Wir lassen viel zu viele Chancen zu. Wenn wir mit einem Mann weniger etwas tiefer stehen, weil wir weniger Druck machen können, erwarte ich, dass wir die Räume eng machen, die Außenbahnspieler hereinkommen, die Flanken besser verteidigt werden und wir uns im Strafraum zum Mann orientieren. Tun wir das nicht, bekommen wir gegen eine klasse Mannschaft drei Gegentore."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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