Nach Vertragsende: HFC-Eigengewächs Julian Guttau bleibt in der 3. Liga!

Halle/Freiburg - Er geht den nächsten Schritt! Nachdem sein Vertrag beim Halleschen FC ausgelaufen ist, hat sich Julian Guttau (22) dem SC Freiburg II angeschlossen.

Julian Guttau (22) ist in Halle geboren, aufgewachsen und spielte seit 2011 für "seinen" HFC.
Julian Guttau (22) ist in Halle geboren, aufgewachsen und spielte seit 2011 für "seinen" HFC.  © picture point/Sven Sonntag

Das gab der Linksaußen am Freitag selbst bekannt. Via Instagram verabschiedete er sich vom HFC, in seiner Story postete er Fotos von sich bei den Breisgauern.

Zuvor war er in Halle in seiner Entwicklung stagniert. In der vergangenen Saison kam er zwar auf wettbewerbsübergreifend 34 Einsätze, blieb aber ohne eigenen Treffer. Immerhin steuerte er fünf Vorlagen bei.

Dass er nun ein neues Kapitel aufgeschlagen hat, ist deshalb aus seiner Sicht sowie der seines Ex-Klubs nachvollziehbar und vermutlich auch der richtige Schritt.

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Denn für den HFC kam Guttau in 110 Einsätzen auf fünf Buden und 13 Assists, deutete seine Anlagen wie Tempo, Dribbling, Dynamik und Zug zum Tor immer wieder an, agierte letztlich aber oft zu ineffizient im letzten Drittel.

Entwickelt er sich hier nicht bald weiter, wird es für Guttau auf Sicht schwer, sich weiter im Profifußball zu halten.

In Freiburg wird er daran nun in Ruhe feilen können, kann zudem seine Erfahrung einbringen, muss sich einen Stammplatz in der talentierten Truppe aber auch erst mal erkämpfen.

Julian Guttau hat den Halleschen FC verlassen und ist zum SC Freiburg II gewechselt

Julian Guttau hat beim SC Freiburg II auf seiner Position viel Konkurrenz

Julian Guttau (22, r.) erzielte für die HFC-Profis in 110 Einsätzen fünf Tore und gab 13 Vorlagen.
Julian Guttau (22, r.) erzielte für die HFC-Profis in 110 Einsätzen fünf Tore und gab 13 Vorlagen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Schließlich hat er auf seiner Position mit den Jungprofis Kimberly Ezekwem (21), Noah Weißhaupt (20), Alexander Prokopenko (20), Guillaume Furrer (21), Raphael Assibey-Mensah (22), Davino Knappe (19), Ji-han Lee (19) und auch Rohjuwel Mika Baur (18), der aber meist auf der anderen Seite oder im Zentrum agiert, viele Konkurrenten.

Da wird Guttau schon im Training regelmäßig an sein Limit gehen müssen. Dass er die Fähigkeiten dazu hat, zeigte er oft genug. Nun muss er den nächsten Schritt gehen und konstanter sowie zielgerichteter agieren.

Gelingt ihm das, könnte er sich bei so einem exzellenten Ausbildungsverein ins Blickfeld vieler anderer (höherklassiger) Klubs spielen und dem HFC im Nachgang beweisen, dass es ein Fehler war, ihn nicht zu halten.

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Um es allerdings zu den Profis von Kulttrainer Christian Streich (57) zu schaffen, braucht er eine nahezu perfekte Saison, denn dessen Mannschaft ist bekanntlich hochwertig besetzt.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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