Hannover-Boss Kind über Dynamos Corona-Fälle "fast schockiert"!

Hannover - Nicht nur Zweitligist Dynamo Dresden bekommt durch die Corona-Fälle Probleme und hat Nachteile. Auch Liga-Kontrahent Hannover 96 startet durch die Verschiebung des Spiels gegen die SGD erst später neu in die Saison.

96-Geschäftsführer Martin Kind (76) befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung.
96-Geschäftsführer Martin Kind (76) befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung.  © Peter Steffen/dpa

96-Geschäftsführer Martin Kind (76) gefällt das gar nicht. Im Interview mit dem "NDR" sagte er: "Die Tabelle wird verzerrt." 

Er erzählte auch, wie er die News am Samstag die News aus Dresden aufgenommen hatte: "Als ich gestern die Nachricht erhalten habe, war ich fast schockiert, mindestens aber irritiert", verdeutlichte Kind.

Er stellte auch gleich eine Parallele mit den Fällen beim 1. FC Köln her: "Die Frage ist, warum das Dresdner Gesundheitsamt bei einem wahrscheinlich vergleichbaren Vorfall eine andere Entscheidung getroffen hat als das Kölner die Tage zuvor."

Bei den Geißböcken hatten sich zwei Spieler und ein Physiotherapeut mit dem Coronavirus angesteckt (TAG24 berichtete)

Dennoch durften die Kölner wie gewohnt weiter trainieren. Nur die drei infizierten Personen wurden in Quarantäne geschickt.

Dabei gibt es jedoch einen entscheidenden Unterschied. 

96-Geschäftsführer Martin Kind hält auch eine Saison-Verlängerung für möglich

Martin Kind (76) regt eine Verlängerung der Saison an.
Martin Kind (76) regt eine Verlängerung der Saison an.  © Julian Stratenschulte/dpa

Denn während der FC zu diesem Zeitpunkt noch in Kleingruppen trainierte, befand sich Dynamo bereits wieder im regulären Mannschaftstraining.

Dennoch soll die Saison wie geplant neu gestartet werden, obwohl trotz des Hygiene- und Sicherheitskonzepts neue Corona-Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden können.

Deshalb bleibt auch weiterhin eine mögliche Saison-Verlängerung über den 30. Juni hin im Gespräch, was auch Kind so sieht: "Wir können nach hinten ja schon noch weiterschieben."

Dennoch ist auch dem Unternehmer klar, dass der Spielraum in dieser Hinsicht begrenzt ist und man irgendwann auch über einen endgültigen Abbruch nachdenken müsse: "Für uns würde es nicht sehr viel bedeuten, weil wir dann hoffentlich auf einem sicheren Tabellenplatz stehen. Dann hätten wir wenigstens Planungssicherheit für die neue Saison", so Kind.

Hannover steht nach 25 Spieltagen auf dem neunten Tabellenrang, hat neun Punkte Vorsprung auf Abstiegsrelegationsplatz 16 und den SV Wehen Wiesbaden und zwölf Punkte Rückstand auf den Hamburger SV, der auf Platz drei steht. 

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Mehr zum Thema Hannover 96:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0