Hannover auf Trainersuche: Aufstiegsgarant oder Ex-Coach des nächsten Gegners?

Hannover - Vor der Saison 2021/22 wurde bei Zweitligist Hannover 96 mit dem Aufstieg in die Bundesliga geliebäugelt. Mit nur 14 Punkten aus 15 Spielen lautet die bittere Realität in Niedersachsen allerdings: Abstiegskampf! Der erst vor der Saison geholte Trainer Jan Zimmermann (42) musste am Montag gehen. Prominente Namen werden für die Nachfolge auf dem Hannoveraner Trainerstuhl gehandelt.

Matthias Zimmermann (42, 5.v.l.) wurde die sportliche Wende in Hannover nicht mehr zugetraut.
Matthias Zimmermann (42, 5.v.l.) wurde die sportliche Wende in Hannover nicht mehr zugetraut.  © Daniel Reinhardt/dpa

Da im Abstiegskampf oft auf Erfahrung gesetzt wird, wurde auch die Verpflichtung von Uwe Neuhaus (62) in Erwägung gezogen. Doch laut Sportbuzzer hat der als Aufstiegsgarant geltende Ex-Coach von Union Berlin, Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld kein Interesse an einer Rettungs-Mission bei 96.

Stattdessen soll sich Neuhaus offenbar bereithalten, falls bei Liga-Konkurrent Fortuna Düsseldorf Christian Preußer (37) gehen muss.

Ein heißerer Anwärter ist hingegen Daniel Thioune (47). Der 47-Jährige war zwar in der Vorsaison beim Versuch gescheitert, den Hamburger SV zurück in die 1. Liga zu hieven. Beim VfL Osnabrück leistete Thioune dafür sehr gute Arbeit. Ihm ist durchaus zuzutrauen, einer Mannschaft im Abstiegskampf die richtige Handschrift zu verpassen.

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Obwohl Hannover als Nächstes gegen den HSV ranmuss, soll ein möglicher Thioune-Deal bis zum Wochenende über die Bühne gehen können, heißt es im Bericht.

Daniel Thioune (47) gilt als heißer Anwärter auf den Trainerstuhl bei den Niedersachsen.
Daniel Thioune (47) gilt als heißer Anwärter auf den Trainerstuhl bei den Niedersachsen.  © DPA / Christian Charisius

Neuer Trainer von Hannover 96: Uwe Rösler und Dietmar Kühbauer werden wohl auch gehandelt

Uwe Neuhaus (62) soll nicht an einem Engagement bei Hannover 96 interessiert sein.
Uwe Neuhaus (62) soll nicht an einem Engagement bei Hannover 96 interessiert sein.  © DPA / Uwe Anspach

Gehandelt werden jedoch auch der frühere Wolfsburger Spielmacher Dietmar Kühbauer (50), der zuletzt Rapid Wien trainierte, und Uwe Rösler (53), der in der Vorsaison noch bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag stand.

Bis Mittwoch soll die Trainer-Entscheidung in der Hauptstadt Niedersachsens gefällt worden sein. Nach einer Zweitliga-Saison im Niemandsland (42 Punkte, Platz 13) hatte sich Hannover in der Vorsaison von Trainer Kenan Kocak (40) getrennt.

Vielversprechend schien die Verpflichtung Zimmermanns, der mit TSV Havelse in die 3. Liga aufsteigen konnte.

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Doch der 42-Jährige konnte den 96ern weder defensiv noch offensiv eine echte Handschrift verpassen.

Mit nur 10 erzielten Toren aus 15 Spielen liest sich vor allem die Sturm-Bilanz von Hannover 96 besorgniserregend.

Titelfoto: Montage: Daniel Reinhardt/dpa, DPA / Christian Charisius, DPA / Uwe Anspach

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