Abwehr-Alarm bei Hertha BSC: "Wir wollen kein Eigentor machen"

Berlin - Das Lazarett lichtet sich! Hat Hertha BSC beim 3:1 beim VfL Bochum mit Lukas Klünter (25/Schulter-OP) und Jordan Torunarigha (24/Oberschenkel) gleich zwei wichtige Abwehrspieler verloren, kehrten Davie Selke (26), Krzysztof Piatek (26), Marvin Plattenhardt (29) und Marton Dardai (19) auf den Trainingsplatz zurück.

Hertha BSC muss die nächsten Wochen auf Jordan Torunarigha (24/l.) verzichten. Hinter Marton Dardai (19) steht noch ein Fragezeichen. (Bildmontage)
Hertha BSC muss die nächsten Wochen auf Jordan Torunarigha (24/l.) verzichten. Hinter Marton Dardai (19) steht noch ein Fragezeichen. (Bildmontage)  © Fabian Strauch/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Gerade Letzterer wurde angesichts der Abwehr-Not sehnlichst erwartet. Ob es aber am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) gegen die SpVgg Greuther Fürth für die Startelf reicht, ist noch fraglich. Zunächst müssen noch einige Werte angeschaut werden. "Wir wollen da kein Eigentor machen", erklärte Pal Dardai (45) auf der Pressekonferenz.

Bauchschmerzen hat der Ungar aber keine. "Wenn Marton nicht kann, dann haben wir noch Linus."

Der erst 17-jährige Linus Gechter hatte am vergangenen Sonntag seine Bundesligapremiere gefeiert - als zweitjüngster Hertha-Profi aller Zeiten. Die Feuertaufe hat der Youngster mit Bravour überstanden. Von Nervosität war beim Teenager nichts zu spüren.

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"Ich bin selber überrascht. 17 ist eine sehr schöne Zahl. Wir sind alle sehr stolz", so Dardai. Nach seinem Bundesliga-Debüt winkt nun die Startelf.

"Ich kenne meine Spieler, ich weiß, was die können", so der Übungsleiter, der schon öfter bewiesen hat, ohne zu zögern auch Nachwuchsspielern in Drucksituationen das Vertrauen zu schenken. "Er hat eine klasse Körpersprache. Er zeigt, dass er verteidigen will und wenn er den Ball hat, dass er Fußball spielen will. Seine Stärke ist die Ausstrahlung, die Disziplin und seine Technik."

Pal Dardai erwartet gegen Greuther Fürth den nächsten Arbeitssieg

Pal Dardai (45/l.) gibt Vladimir Darida Anweisungen. Herthas Trainer erwartet das nächste Kampfspiel.
Pal Dardai (45/l.) gibt Vladimir Darida Anweisungen. Herthas Trainer erwartet das nächste Kampfspiel.  © Fabian Strauch/dpa

Wer am Ende auch immer in der Dreierkette verteidigen wird, das Ziel bleibt gleich: Hertha BSC will die nächsten drei Punkte einfahren. "Wir sind vorbereitet. Wir wollen gewinnen und müssen dafür alles vorbereiten. Ich erwarte einen Arbeitssieg."

Nach drei Niederlagen zum Auftakt, darunter einer herben 0:5-Klatsche beim FC Bayern München und Verstimmungen zwischen Trainer und Manager, ist der Neustart in Bochum geglückt. Es war nicht immer schön anzuschauen, aber taktisch diszipliniert und erfolgreich.

"Es war ein Kampfspiel, es hat auch sehr weh getan", sagte Dardai im Hinblick auf die nächsten Langzeit-Verletzten Torunarigha und Klünter, sowie kleiner Verletzungen. "Wenn du gewinnst, hast du mit den drei Punkten den Wunderbalsam. Deswegen war der Sieg sehr wichtig."

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Klar ist: Selke wird in den Kader zurückkehren. Der Stürmer musste wegen eines erlittenen Rippenanbruchs die letzten zweieinhalb Wochen pausieren. "Ishak hat gut gespielt, aber dann haben wir bessere Möglichkeiten zum Wechseln."

Bei Piatek sieht das noch etwas anders aus. Ähnlich wie bei Innenverteidiger Dardai gilt bei Herthas Pistolero nach dessen schwerer Verletzung das Prinzip Vorsicht.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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