Abwehr-Alarm vor Leipzig: Herthas Notfallplan mit Tousart!

Berlin - Viel darf in der Innenverteidigung nicht mehr passieren. Mit Jordan Torunarigha (24), Kapitän Dedryck Boyata (30/beide Oberschenkel) und Lukas Klünter (25/Schulter-OP) fehlen Hertha BSC gleich drei Abwehrspieler wochenlang. Das heißt: Der erst 17-jährige Linus Gechter wird am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig in die Startelf rücken.

Herthas Rekord-Einkauf Lucas Tousart (24) könnte gegen RB Leipzig zum Innenverteidiger umgeschult werden.
Herthas Rekord-Einkauf Lucas Tousart (24) könnte gegen RB Leipzig zum Innenverteidiger umgeschult werden.  © Sven Hoppe/dpa

Schon bei seinen Einwechslungen in Bochum (3:1) und eine Woche darauf gegen Fürth (2:1), wusste der Youngster zu überzeugen, doch die Abwehr bleibt ein wackliges Gebilde.

Marton Dardai (19) sollte eigentlich nur eine Stunde spielen, musste dann aber die vollen 90 Minuten absolvieren. Marvin Plattenhardt (29) wurde vorsichtshalber schon zur Pause rausgenommen, ist jetzt aber wieder bereit.

"Es ist eine spezielle Situation. Da müssen wir improvisieren", kündigte Pal Dardai (45) auf der Pressekonferenz an. Zur Unterstützung holte der Ungar bereits unter der Woche die beiden U23-Spieler Cimo Röcker (27) und Christalino Atemona (19) zu den Profis.

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Einer wird die Reise nach Leipzig definitiv antreten. Eventuell sogar beide. Vorausgesetzt Dardai oder Gechter fallen doch noch aus. Doch auch für den Fall der Fälle ist der Hauptstadt-Klub vorbereitet.

Sollte die Dreierkette erneut gesprengt werden, ist Lucas Tousart (24) bereit. Herthas Rekordeinkauf würde dann eine Position weiter nach hinten rücken. "Luca ist vorbereitet. Er hat die nötige Schnelligkeit, seine 30-Meter-Sprintwerte sind auf internationalem Niveau, dazu hat er die nötige Zweikampfführung und Passschärfe", so der Chefcoach.

Hertha BSC auch bei RB Leipzig mit Fünferkette

Einziges Manko: Der Franzose ist eigentlich auf der Sechs beheimatet. "Natürlich hat er auf dieser Position nie gespielt, aber durch ein gutes Coaching von Niklas Stark wird das schon funktionieren."

Eine Umstellung auf Viererkette angesichts des Mangels an Verteidigern kommt für den Hertha-Retter nicht in Frage. Der Übungsleiter hält trotz der Verletzungssorgen an der taktischen Grundformation fest. "Die Jungs fühlen sich in einer Fünferkette sicherer, damit haben wir jetzt zwei Spiele gewonnen. Solange das funktioniert, werden wir mit einer Fünferkette spielen."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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