Bank-Zoff bei Hertha-Sieg, Eberl blafft Friedrich an: "Halt's Maul, Arne!"

Berlin - Es war beileibe kein schönes Spiel, aber ein erfolgreiches. Dank eines Seitfallziehers von Marco Richter (23) kann Hertha BSC über die drei nächsten Punkte jubeln. Dabei hatte sich der Treffer nicht gerade abgezeichnet.

Hitziges und umkämpftes Spiel im Berliner Olympiastadion. Glabdach-Manager Max Eberl (48/r.) legte sich mit der Hertha-Bank an. (Bildmontage)
Hitziges und umkämpftes Spiel im Berliner Olympiastadion. Glabdach-Manager Max Eberl (48/r.) legte sich mit der Hertha-Bank an. (Bildmontage)  © Marius Becker/dpa, Andreas Gora/dpa

Borussia Mönchengladbach machte vor allem in der ersten Hälfte das Spiel, Hertha hielt mit Zweikampfhärte und taktischer Disziplin dagegen.

Besonders erfreulich: Die Berliner Defensive, bis dahin die Schießbude der Liga, stand sattelfest. In den 90 Minuten konnten sich die Fohlen nahezu keine Torchance erspielen.

Spielfluss kam allerdings nur selten zustande. Am Ende verzeichnete die Statistik insgesamt 32 Foulspiele.

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Wie viel Feuer in der Partie war, zeigte allein eine eigentlich relativ harmlose Szene aus der 50. Minute. Wie so häufig versuchte es Hertha mit einem langen Ball in die Gladbacher Hälfte.

Nico Elvedi (25) und Krzysztof Piatek (26) stiegen auf Höhe der Hertha-Bank zum Kopfball hoch, Elvedi erwischte die Kugel mit dem Kopf, allerdings auch den Polen mit seinem Ellenbogen am Nacken. Ein klares Foulspiel.

Sofort sprang die gesamte Hertha-Bank auf, forderte Freistoß, den die Berliner auch bekamen. Gladbachs Manager Max Eberl (48) hatte die Szene allerdings anders wahrgenommen. "Das ist kein Foulspiel! Der springt hoch und köpft", beschwerte sich Eberl lautstark und im TV gut zu hören an der Seitenlinie.

Luca Netz kehrte erstmals ins Olympiastadion zurück

Marco Richter (23) erzielte per Seitfallzieher das einzige Tor des Abends.
Marco Richter (23) erzielte per Seitfallzieher das einzige Tor des Abends.  © Andreas Gora/dpa

Weil offenbar Sportdirektor Arne Friedrich (42) sich ebenfalls in Richtung der Gladbacher Bank äußerte, blaffte er den Ex-Profi an. "Halts Maul, Arne! Halt dein Mund." Auch danach konnte er sich kaum beruhigen und stand noch einmal auf. "Hey, was ist mit dir los?"

Nachtragend waren aber weder Friedrich noch Eberl. Beide nahmen es sportlich und gaben sich nach Schlusspfiff die Hand.

Schon vor dem Duell zwischen dem Tabellenzehnten und Zwölften war jede Menge Brisanz drin. Erstmal nach seinem für die Hertha-Fans unverständlichen Wechsel kehrte Luca Netz (18) ins Olympiastadion zurück. Dementsprechend frostig fiel der Empfang aus. Bei jedem Ballkontakt wurde der 18-Jährige ausgepfiffen.

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Ein gebrauchter Abend für den Youngster, der zur Pause vom Feld genommen wurde. Von seinem Rücken prallte der Ball zudem Herthas Richter vor die Füße, der sehenswert den einzigen Treffer erzielen konnte.

Titelfoto: Marius Becker/dpa, Andreas Gora/dpa (Bildmontage)

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