Bleibt Radonjic jetzt doch? Hertha beschäftigt sich mit Kauf

Berlin - Mitte April sah es so aus, als würde Nemanja Radonjic (25) keine Zukunft in Berlin haben. Der Serbe kam im Winter von Olympique Marseille als Leihspieler zu Hertha BSC. Nach einer hoffnungsvollen Premiere kam die "Blitzkugel" nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus.

Nemanja Radonjic (25/l.) zündet gegen Kölns Benno Schmitz (26/r.) den Turbo. Hertha denkt über eine Verpflichtung des Serben nach.
Nemanja Radonjic (25/l.) zündet gegen Kölns Benno Schmitz (26/r.) den Turbo. Hertha denkt über eine Verpflichtung des Serben nach.  © Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa

Mit seiner enormen Schnelligkeit ist der 25-Jährige eine echte Waffe, konnte als Joker aber nur selten überzeugen - auch weil ihm Leistenprobleme zu schaffen machten.

Dann kam jedoch die Corona-Quarantäne. Für den Flügelflitzer scheint sich die zweiwöchige Isolation gelohnt zu haben. Die Leistenprobleme sind endlich weg.

Prompt wurde die Marseille-Leihgabe zu einer der Leistungsträger. Immer wieder kurbelte Hertha das Spiel über seine linke Seite an.

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"Wir befassen uns mit ihm und einem möglichen Kauf", erklärt Sportdirektor Arne Friedrich (41) im "Kicker" und ergänzte. "Als Nemanja fit war, war er für uns ein Unterschiedsspieler."

Trotz XXL-Rotation gehörte Radonjic neben Dedryck Boyata (30), Santiago Ascacibar (24) und Torhüter Alexander Schwolow (28) zu den wenigen Hertha-Profis, die nach der Quarantäne zum Einsatz kamen. Der serbische Nationalspieler zahlte das Vertrauen zurück. Die Bilanz aus den fünf Spielen (davon drei in der Startelf): ein Tor und zwei Vorlagen!

Hertha BSC beschäftigt sich mit Verpflichtung von Nemanja Radonjic

"Er ist jetzt fit. Es hat ihm gutgetan, dass er bei der Nationalmannschaft zwei gute Spiele gemacht hat", sagte Pal Dardai nach dem 3:0 gegen den SC Freiburg. "Man sieht auch im Training, wie er arbeitet. Diesen Nemanja brauchen wir."

Hertha hatte sich im Winter eine Kaufoption gesichert. Medienberichten zufolge liegt diese bei 12 Millionen Euro. Ob der Hauptstadt-Klub diese ziehen wird oder noch einmal mit den Franzosen verhandeln wird, ist unklar. Das Saisonfinale am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim könnte aber nicht das letzte Spiel im Trikot der Alten Dame gewesen sein.

Titelfoto: Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa

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