Bleibt Schwolow jetzt bis Saisonende im Hertha-Tor?

Berlin - Die Entscheidung ist bereits gefallen: Beim Abstiegsgipfel gegen den 1. FSV Mainz 05 am Sonntag (18 Uhr/Sky) wird erneut Alexander Schwolow (28) im Tor von Hertha BSC stehen. Rune Jarstein (36) wird vermutlich auch in Mainz fehlen. Der langjährige Hertha-Keeper leidet noch an den Folgen seiner Corona-Erkrankung.

Alexander Schwolow (28) hütete bereits gegen Union und Gladbach das Hertha-Tor. Pal Dardai hatte trotz Degradierung stets betont, dass ihm die Zukunft gehöre.
Alexander Schwolow (28) hütete bereits gegen Union und Gladbach das Hertha-Tor. Pal Dardai hatte trotz Degradierung stets betont, dass ihm die Zukunft gehöre.  © Andreas Gora/dpa Pool/dpa

Am morgigen Donnerstag wäre die 14 tägige Quarantäne ausgelaufen, ein zeitnahes Comeback wird es aber nicht geben.

Mit Blick auf eine schnelle Rückkehr auf den Trainingsplatz sehe es "nicht gut aus, weil er lange Fieber gehabt hat", sagte Pal Dardai (45). "Ich würde nicht sagen, dass er Donnerstag zurück ist."

In seinem ersten Spiel als neuer und alter Hertha-Trainer hatte Dardai Anfang Februar überraschend wieder auf Jarstein gesetzt. An der Leistung der eigentlichen Nummer eins lag der Torwartwechsel aber nicht. Die Begründung: fehlendes Torwartglück.

Schon im Stadtderby gegen den 1. FC Union Berlin (1:1) und beim jüngsten 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach hütete Schwolow das Hertha-Tor. In Mainz werden die Qualitäten des Ex-Freiburgers erneut gefragt sein - vermutlich sogar noch länger.

Jarstein soll sich jetzt erstmal in Ruhe erholen. "Wir machen keinen Druck bei ihm", erklärte Dardai. "Jeder verkraftet Corona anders."

Rune Jarstein soll sich auskurieren: Alexander Schwolow steht auch gegen Mainz im Tor von Hertha BSC

Rune Jarstein wird Hertha BSC nach seiner Corona-Erkrankung auch beim 1. FSV Mainz 05 fehlen.
Rune Jarstein wird Hertha BSC nach seiner Corona-Erkrankung auch beim 1. FSV Mainz 05 fehlen.  © Bernd Thissen/dpa

Sowohl gegen Union, als auch gegen Gladbach zeigte der Sommer-Neuzugang eine ordentliche Leistung, dirigierte lautstark seine Vorderleute. Bei den Gegentreffern war er machtlos.

Hält der 28-Jährige, der in dieser Saison fünfmal ohne Gegentor blieb, beim Abstiegskracher in Mainz den Kasten sauber, dürfte er auch in der Englischen Woche (zu Hause gegen den SC Freiburg und beim FC Schalke 04) im Tor stehen - selbst wenn Jarstein nach dem Mainz-Spiel wieder auf dem Schenckendorffplatz zurückkehrt.

Danach folgen noch drei Spiele: die beiden Heimspiele gegen Arminia Bielefeld und den 1. FC Köln, sowie das Saisonfinale bei der TSG 1899 Hoffenheim. Ob Dardai dann noch einmal den Torhüter austauscht, der zur neuen Saison wieder die Nummer eins sein soll, wird sich zeigen.

Der Fokus liegt derzeit ohnehin voll auf dem Abstiegskracher am Sonntag. "Wir müssen fighten, da gibt es keine Ausrede. Das ist der Matchplan im Abstiegskampf", so Dardai. "Jedes Spiel ist jetzt ein Derby, jeder Punkt ist wichtig."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa Pool/dpa

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