Boateng-Comeback endgültig vom Tisch? Das sagt Boyata über seine Hertha-Zukunft

Berlin - Geht er oder bleibt er? Neben Dodi Lukebakio (23) und Matheus Cunha (22) gehörte Dedryck Boyata (30) lange Zeit zu den Verkaufskandidaten. Der Begier sollte sich bei der EM ins Schaufenster stellen, bei einem passenden Angebot hätte Hertha BSC seinen Abwehrboss ziehen lassen, schließlich läuft sein Vertrag am Saisonende aus.

Kapitän Dedryck Boyata (30) wird womöglich auch in Zukunft das Hertha-Trikot tragen. Er will in Berlin bleiben.
Kapitän Dedryck Boyata (30) wird womöglich auch in Zukunft das Hertha-Trikot tragen. Er will in Berlin bleiben.  © Andreas Gora/dpa

Mittlerweile scheint jedoch ein Umdenken stattgefunden zu haben. Die Verantwortlichen wollen den Kapitän halten und offenbar verlängern. Das berichtete zumindest die "Bild"-Zeitung.

Der kopfballstarke und torgefährliche Innenverteidiger wechselte vor zwei Jahren von Celtic Glasgow nach Berlin, wurde auf Anhieb zum Leistungsträger und vergangenes Jahr von der Mannschaft zum Kapitän gewählt.

Es sieht so aus, als würde der 30-Jährige weiter das Team mit der Binde am Arm aufs Feld führen.

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"Ich habe Fredi Bobic gesagt, dass ich in Berlin glücklich bin. Wir sind in Gesprächen, wie die Zusammenarbeit in Zukunft aussehen kann", erklärte Abwehrspieler im Interview mit der B.Z.

Berlin ist für Boyata eine besondere Stadt. Hier wurde sein Kind geboren. Nach zwei sportlich schwierigen Spielzeiten will er nun dabei helfen Hertha wieder nach oben zu führen - und das sieht offenbar nicht schlecht aus.

"Ich bin optimistisch. Fredi Bobic ist ein sehr erfahrener und cleverer Mensch. In jedem Gespräch war er sehr konkret, das stimmt mich optimistisch."

Jerome Boateng wird wohl nicht zu Hertha BSC wechseln

Jérôme Boateng (32) ist weiter auf Vereinssuche. Hertha BSC wird es aber wohl nicht.
Jérôme Boateng (32) ist weiter auf Vereinssuche. Hertha BSC wird es aber wohl nicht.  © Tom Weller/dpa

Ein Verbleib dürfte gleichzeitig das Ende von einem möglichen Comeback von Jérôme Boateng (32) bedeuten. Nach der Rückkehr von Kevin-Prince Boateng war die Hoffnung groß, dass ihm auch sein Bruder folgen könnte. Der 32-Jährige hat aber wohl andere Ambitionen, will am liebsten in der Champions League spielen.

"Jerome bewegt sich noch in einer komplett anderen Sphäre. Ich kenne seine Berater sehr gut, da sind sicherlich noch andere Gedanken da. Wir müssen abwarten, was passiert", sagte Bobic zur "Bild".

Mit Boyata und Niklas Stark (25) verfügt die Alte Dame auf der Position des rechten Innenverteidigers bereits über zwei Top-Abwehrspieler, die normalerweise Stammspieler wären.

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Kommt Boateng tatsächlich zurück, müsste einer von beiden wohl noch abgegeben werden. Doch danach sieht es ohnehin nicht aus.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Tom Weller/dpa

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