Boateng wieder bei Hertha: Preetz verhinderte früheres Comeback!

Berlin - Die Euphorie bei den Hertha-Fans war nach einem Transfer schon lange nicht mehr so groß. Frisch tätowiert, mit der Hertha-Fahne auf der Brust verkündete Kevin-Prince Boateng (34) sein Comeback. 14 Jahre nach seinem Abschied kehrt das Eigengewächs zu seinem Heimatverein zurück.

Nach 14 Jahren kehrt Kevin-Prince Boateng (34) wieder zu Hertha BSC zurück.
Nach 14 Jahren kehrt Kevin-Prince Boateng (34) wieder zu Hertha BSC zurück.  © herthabsc

"Hertha BSC ist nicht irgendein Club für mich. Ich bin hier, um etwas zurückzugeben", sagte der ARD-EM-Experte. "Ich bin in all den Jahren viel rumgekommen und habe viel lernen können, aber all das, meine ganze Karriere, habe ich diesem Verein zu verdanken. Das habe ich nie vergessen, Hertha war immer in meinem Herzen."

Zuletzt ging der Wandervogel, der schon in fünf Ländern gespielt hat, für den italienischen Zweitligisten AC Monza auf Torejagd. Bei der Alten Dame ist er nun als Führungsspieler, der nicht jedes Spiel bestreiten wird, aber auch für die Kabine immens wichtig ist, vorgesehen. Sein Wort hat Gewicht!

Der Weddinger Junge wird damit eine ähnliche Rolle einnehmen wie zuvor Sami Khedira (34/Karriereende). Dabei hätte es schon viel früher zum Comeback kommen können. Wie der "Kicker" berichtet, habe Boateng sowohl 2019 nach seiner Leihe zum FC Barcelona, als auch im vergangenen Sommer (vor seinem Engagement in Monza) über eine Rückkehr nachgedacht.

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Zu einem Deal kam es bekanntlich aber nicht - offenbar wegen Michael Preetz (53). Der Ex-Manager habe laut "Kicker" zu dem Zeitpunkt andere Pläne verfolgt.

Fredi Bobic holt Kevin-Prince Boateng nach Hause zu Hertha BSC

Mit dem Aus von Bruno Labbadia (55) war auch für Michael Preetz (53) Schluss. Zwölf Jahre lang leitete er die Geschicke des Vereins.
Mit dem Aus von Bruno Labbadia (55) war auch für Michael Preetz (53) Schluss. Zwölf Jahre lang leitete er die Geschicke des Vereins.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Schon im Winter 2020, als Hertha auf große Shoppingtour ging, hat Boateng mit einem Wechsel zum Hauptstadt-Klub geliebäugelt. Er hatte sogar den damaligen Kurzzeit-Trainer Jürgen Klinsmann (56) per SMS seine Bereitschaft erklärt, gab der 34-Jährige im Gespräch mit dem "Spiegel" zu: "Aber es kam nie eine Antwort."

Stattdessen hat ihn nun Fredi Bobic (49), der ihn einst schon zu Eintracht Frankfurt gelockt hatte, nach Hause geholt.

"Kevin-Prince Boateng kennt Hertha BSC, die Bundesliga und Berlin. Er benötigt keine lange Eingewöhnungszeit", freut sich der 49-Jährige über die erneute Zusammenarbeit.

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Kurios: Als der ehemalige Milan-Star zuletzt im Hertha-Trikot auflief, wurde er in seinem letzten Spiel für Andreas "Zecke" Neuendorf (46) - seinem heutigen Co-Trainer - vom Feld genommen. Auch mit Sportdirektor Arne Friedrich (42) und Cheftrainer Pal Dardai (45) stand Boateng noch gemeinsam auf dem Platz.

Titelfoto: herthabsc/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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