Corona-Chaos bei Schalke, aber Hertha-Spiel findet statt: Fans laufen Sturm!

Berlin - Es ist für Hertha BSC "DIE" Chance auf den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Nur zwei Zähler trennen die Berliner von den direkten Abstiegsrängen. Drei Punkte im Nachholspiel gegen den FC Schalke 04 (18 Uhr/Sky) sind quasi Pflicht.

Schalkes Timo Becker hockt nach der erneuten Niederlage bei der TSG Hoffenheim auf dem Spielfeld. Gegen Hertha muss Schalke auf gleich sieben Spieler verzichten.
Schalkes Timo Becker hockt nach der erneuten Niederlage bei der TSG Hoffenheim auf dem Spielfeld. Gegen Hertha muss Schalke auf gleich sieben Spieler verzichten.  © Uwe Anspach/dpa

Zumal die Schalker bereits als Absteiger feststehen. Für die Königsblauen geht es nur noch darum sich ordentlich aus der Bundesliga zu verabschieden. Während die Berliner im Drei-Tage-Rhythmus ums Überleben kämpfen, könnten die Knappen befreit aufspielen.

Doch beim S04 ist das Corona-Chaos ausgebrochen. Aufgrund eines positiven Schnelltests wurde am Montag das Training bereits abgesagt. Mit einer PCR-Testung wurde dieser am Dienstag später bestätigt und ein weiterer positiver Fall entdeckt.

Daraufhin wurde eine weitere Testreihe durchgeführt. Das Ergebnis: der nächste positive Corona-Fall. Alle seien in häuslicher Isolation. "Vier weitere Spieler, die der Kontaktgruppe eins zugeordnet werden, stehen unter Quarantäne", teilte der Klub mit.

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Um welche Spieler es sich handelt, gab der Verein nicht bekannt. Ihre Privatsphäre solle respektiert werden.

Das heißt: Schalke muss gegen Hertha auf insgesamt sieben Spieler verzichten. Das Spiel findet aber dennoch statt, weil Schalke "ein umfangreiches Schutz- und Maßnahmenkonzept in seine Abläufe implementiert hat", hieß es. Dazu gehörten eine strikte Maskenpflicht und Abstandsregelungen, tägliche Schnell- und PCR-Testreihen und eine Hotel-Quarantäne der Mannschaft.

Nächster Corona-Fall beim FC Schalke 04: Sieben Ausfälle gegen Hertha BSC

Hertha-Trainer Pal Dardai (45) muss beim Nachholspiel gegen den FC Schalke 04 gleich sechs Ausfälle verkraften.
Hertha-Trainer Pal Dardai (45) muss beim Nachholspiel gegen den FC Schalke 04 gleich sechs Ausfälle verkraften.  © Soeren Stache/dpa-Pool/dpa

Bei den Fans stößt die Entscheidung auf wenig Gegenliebe. Sie können es nicht nachvollziehen, dass die Partie nicht abgesagt worden ist. Dementsprechend wütend reagierten die Anhänger auf Twitter:

  • Natürlich hätte man #S04BSC absagen müssen. Aber um Gesundheit gehts schon lange nicht mehr. Das wird an Tagen wie heute wieder deutlich. Und ich verstehe jeden, der sich über die Sonderrolle des Fußballs beschwert.
  • Aus gesundheitlicher Sicht muss dieses Spiel zwingend abgesagt werden, aus sportlicher war es bisher auch einigermaßen egal, wer für @s04 auf dem Platz stand..
  • Dass #S04BSC stattfinden soll, zeigt noch einmal ganz hervorragend auf, wie wenig Interesse die @DFL_Official an einem fairen Wettbewerb hat.
  • Langsam wird es lächerlich. Warum Hertha in eine 14-tägige Quarantäne musste und Schalke weiterspielen darf, kann einem wohl keiner mehr wirklich erklären.
  • Völlig unverständlich und unverantwortlich, das Spiel trotz 3er positiver Fälle stattfinden zu lassen!
  • Das Spiel gehört abgesagt. Es gefährdet die Gesundheit der weiteren Schalker Spieler, aber auch die von Hertha. Zudem fallen 7 Spieler durch Covid/Quarantäne aus. Mehr kann das Spielgeschehen nicht verzerrt werden.

Eigentlich hätte die Partie bereits Ende April stattgefunden, musste aufgrund der Berliner Quarantäne aber verschoben werden. Wäre nun auch das Nachholspiel abgesagt worden, hätte die DFL große Probleme mit dem Spielplan bekommen. Bereits in zehn Tagen endet auch schon die diesjährige Bundesliga-Saison. Zudem steht die EM vor der Tür.

Während die Schalker Fans gespannt auf die Aufstellung blicken dürften, hinterlässt das Hammerprogramm auch bei der Hertha Spuren. Mit Matheus Cunha (21), Jhon Corodoba (28), Maximilian Mittelstädt (24), Matteo Guendouzi (22), Rune Jarstein (36) und Luca Netz (17) fallen gleich sechs Spieler definitiv aus. Sami Khedira (34) droht den Abstiegskracher ebenfalls zu verpassen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa, Soeren Stache/dpa-Pool/dpa

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