Das bessere Tauschgeschäft? Arne Maier will Hertha weh tun

Berlin - Besonderes Wiedersehen für Arne Maier (22) und Marco Richter (24). Beide treffen am Samstag im Olympiastadion auf ihren Ex-Verein. Maier auf Hertha BSC, Richter auf den FC Augsburg. Mehr Motivation brauchen die beiden Olympiafahrer nicht. Doch für wen hat sich das Tauschgeschäft mehr gelohnt?

Arne Maier (22, l.) wechselte im Sommer auf Leihbasis zum FC Augsburg. Im Gegenzug verpflichtete Hertha BSC Marco Richter (24, r.). (Bildmontage)
Arne Maier (22, l.) wechselte im Sommer auf Leihbasis zum FC Augsburg. Im Gegenzug verpflichtete Hertha BSC Marco Richter (24, r.). (Bildmontage)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Klaus Rainer Krieger/FC Augsburg/dpa

Während Hertha mit Maier ein absolutes Eigengewächs auf Leihbasis abgab, verlor auch der FCA ein Urgestein. Seit 2012 schnürte Richter die Fußballschuhe für die Fuggerstädter.

In Berlin will er nun den nächsten Schritt gehen. Rund sieben Millionen Euro soll die Alte Dame für den trickreichen Außenbahnspieler auf den Tisch gelegt haben.

Zunächst aber musste sich der Angreifer hinten anstellen, kommt nun aber immer besser in Tritt. Vor der Pleite bei der TSG 1899 Hoffenheim (0:2) traf er gar dreimal in Folge. "Er ist ein guter Junge, er wird ein gutes Spiel machen", sagte Pal Dardai (45).

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Einen treffsicheren Richter kann der Ungar im Kellerduell gut gebrauchen. Kurios: Immer wenn er traf, hat Hertha auch gewonnen.

"Wir sind sehr froh, dass er bei uns", freut sich auch Fredi Bobic (50) über die Entwicklung des Neuzugangs. "Es ist noch Luft nach oben, aber er ist gut angekommen."

Ähnliches lässt sich auch über Arne Maier in Augsburg sagen. Nach Anlaufschwierigkeiten hat der gebürtige Ludwigsfelder seinen Stammplatz sicher. Zuletzt stand er sechsmal in Folge in der Startelf und konnte zwei Tore vorbereiten. Nur ein Bundesliga-Treffer fehlt noch in seiner Vita. Das soll auch am Samstag so bleiben.

Arne Maier kommt beim FC Augsburg immer besser in Tritt, Marco Richter bei Hertha BSC auch

"Beide haben die gleiche Extra-Motivation. Erste Spiele gegen den Ex-Verein sind immer speziell", sagte Dardai. Die Entwicklung des Eigengewächs ist auch den Hertha-Verantwortlichen nicht verborgen geblieben.

"Arne beobachten wir wie alle ausgeliehenen Spieler natürlich genau. Er hatte einen schwierigen Start, ist in den vergangenen Wochen aber richtig gut reingekommen", ergänzte Bobic. "Am Ende gibt es eine Option, ob die gezogen wird, werden wir sehen."

Medienberichten zufolge greift eine Kaufpflicht bei 25 Startelfeinsätzen. Derzeit steht Maier, der schon unter Jürgen Klinsmann (57) wegwollte, bei sechs. Fehlen noch 19 (bei noch 22 ausstehenden Bundesliga-Spielen) und aus dem Leihgeschäft wird ein dauerhaftes Engagement.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Klaus Rainer Krieger/FC Augsburg/dpa

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