Denkzettel für Hertha-Star hat gesessen! Mittelstädt ist wieder Mittelstädt

Berlin - Bislang war es nicht die Saison von Maximilian Mittelstädt (24). Das Spiel bei Eintracht Frankfurt (2:1) war erst sein zweiter Startelfeinsatz. Den ersten hatte der 24-Jährige bei Bayern München (0:5). Pluspunkte sammeln konnte der Linksverteidiger bei der 0:5-Klatsche allerdings nicht. Schlimmer noch: Gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth (2:1) schaffte er es nicht einmal in den Kader.

Maximilian Mittelstädt (24) stand gegen Eintracht Frankfurt erstmals seit der Bayern-Klatsche wieder in der Startelf. (Bildmontage)
Maximilian Mittelstädt (24) stand gegen Eintracht Frankfurt erstmals seit der Bayern-Klatsche wieder in der Startelf. (Bildmontage)  © Sven Hoppe/dpa, Arne Dedert/dpa

Pal Dardai (45) hatte dem Linksfuß einen Denkzettel verpasst - und der hat gesessen. Mittelstädt ist wieder Mittelstädt! Dynamisch und mit viel Offensivdrang beackerte Herthas Flügelspieler die linke Außenbahn.

Mit seiner flachen Hereingabe bereitete das Eigengewächs das 2:0 durch Jurgen Ekkelenkamp vor. Der Niederlände musste die Kugel nur noch über die Linie dürcken.

Schon eine Woche zuvor gegen den Freiburg verwertete Krzysztof Piatek (26) seine mustergültige Flanke per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:1. Hätte Mittelstädt nicht freistehend vor Kevin Trapp (31) noch einmal quergelegt, hätte er sich wohl sogar in die Torschützenliste eingetragen.

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Doch auch so macht der langjährige Hertha-Profi mit seinen zwei Vorlagen Vladimir Darida (30) als Topscorer (drei Vorlagen) Konkurrenz. Dabei musste er sich vor wenigen Wochen noch einiges anhören.

"Ich habe mit Maxi gesprochen. Er muss sich steigern", erklärte Dardai dem Kicker. "Ich erwarte von ihm mehr, defensiv und offensiv. Er hat jetzt über 100 Bundesligaspiele. Er soll an seinem nächsten Schritt arbeiten und mich überzeugen."

Bislang war es nicht die Saison des Maximilian Mittelstädts, doch der Hertha-Profi sammelte Argumente.
Bislang war es nicht die Saison des Maximilian Mittelstädts, doch der Hertha-Profi sammelte Argumente.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Maximilian Mittelstädt auf dem Flügel wieder eine echte Option

Die Worte seines Trainers und Förderers scheinen gefruchtet zu haben. Gegen Freiburg brachte er auf dem linken Flügel viel frischen Wind rein und wurde prompt mit der Startelf belohnt. Normalerweise konkurriert er mit Marvin Plattenhardt (29) um die Position des Linksverteidigers. Mal hat Mittelstädt, mal Plattenhardt die Nase vorn. In Frankfurt ließ ihn Dardai allerdings eine Position weiter vorne ran.

Der zweite Auswärtssieg von Hertha BSC hat nicht nur gezeigt, dass die Viererkette funktioniert, sondern dass das Duo Plattenhardt/Mittelstädt auch in Zukunft auf dem Platz stehen könnte. In dieser Form könnte der 24-Jährige sogar Herthas chronischen Mangel auf dem Flügel beheben. Mittelstädt ist wieder eine echte Alternative - ob als Linksverteidger oder davor.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa, Arne Dedert/dpa

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