Der Mutmacher: Gieriger "Kempfi" macht Hertha-Fans ein Versprechen

Berlin - Ende der Krise in Sicht? Hertha BSC will raus aus dem Tabellenkeller der Bundesliga und setzt dabei auf Marc Oliver Kempf (26). Schafft er es, in die Rolle des Heilsbringers zu schlüpfen?

Marc Oliver Kempf (26, 2.v.r.) könnte nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu Hertha BSC der neue Abwehrchef in Berlin werden.
Marc Oliver Kempf (26, 2.v.r.) könnte nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu Hertha BSC der neue Abwehrchef in Berlin werden.  © Bernd Weissbrod/dpa

Es ist kein großes Geheimnis, dass die Transfers der Hertha-Verantwortlichen rund um Manager Fredi Bobic (50) in letzter Zeit kaum fruchteten. Nur drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und die zweitschlechteste Defensive (42 Gegentreffer) der Liga sprechen Bände.

Aber mit der Verpflichtung von Kempf könnte jetzt ein echter Transfercoup gelungen sein, weil der Verteidiger das Zeug zur Soforthilfe hat. Und genau darauf kommt es an.

Die Winterabgänge talentierter Kicker wie Dennis Jastrzembski (21) und Deyovaisio Zeefuik (23) zeigen, wie ernst die Lage an der Spree ist. Es ist nicht die Zeit, um junge Profis zu entwickeln. Dafür steht im Kampf um den Klassenerhalt zu viel auf dem Spiel.

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Wenn dann auch noch gestandene Größen in der Abwehr patzen, wird's schnell unbequem. Umso wichtiger, dass mit dem 26-jährigen Neuzugang vom VfB Stuttgart ein erfahrener Bundesligaspieler kommt, der verspricht, alles zu geben.

"Ich halte überall meine Knochen rein", beschreibt er sich selbst im Interview mit seinem neuen Verein.

Fans von Hertha BSC können sich auf hoch motivierten Marc Oliver Kempf freuen

Weil weder Kapitän Dedryck Boyata (31, r.) noch sein Vize Niklas Stark (26, l.) die Abwehr von Hertha BSC stabilisieren konnten, dürfte Neuzugang Marc Oliver Kempf (26) seine Chance bekommen.
Weil weder Kapitän Dedryck Boyata (31, r.) noch sein Vize Niklas Stark (26, l.) die Abwehr von Hertha BSC stabilisieren konnten, dürfte Neuzugang Marc Oliver Kempf (26) seine Chance bekommen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Die Fans können sich auf einen anständigen Typen freuen, der für seine Mannschaft alles gibt und eine gewisse Mentalität mitbringt", verspricht die Defensivverstärkung den Anhängern des Berliner Sorgenkinds.

Nachdem er beim VfB zuletzt außen vor gewesen war, dürfte der frühere deutsche U19- und U21-Europameister extrem heiß darauf sein, wieder auf dem Platz zu stehen. Damit er aus dem Ende seiner Leidenszeit tatsächlich neue Kräfte schöpfen kann, muss er aber auch von Trainer Tayfun Korkut (47) aufgestellt werden.

Die Argumente sprechen zurzeit auf jeden Fall für Kempf, der in seiner bisherigen Laufbahn auf 110 Einsätze in Deutschlands höchster Spielklasse kommt.

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Er kennt die Liga und hat aufgrund der aktuellen Länderspielpause sogar die Möglichkeit, seine neue Truppe etwas besser kennenzulernen, bevor es ans Eingemachte geht.

Die Vorzeichen stehen wegen der immer wieder desolaten Hertha-Abwehr klar auf Startelf gegen den VfL Bochum (4. Februar/20.30 Uhr/DAZN). Dann wollen die Fans der Alten Dame sehen, wie der potenzielle neue Abwehrboss sein Versprechen einlöst.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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