Gespräche liegen auf Eis: Verliert Hertha Niklas Stark?

Berlin - Seit sechs Jahren spielt Niklas Stark (26) nun schon bei Hertha BSC, schaffte den Sprung zum Nationalspieler und gehörte auch in der vergangenen Saison zu einer der wenigen Konstanten. Ob er aber auch über den Sommer hinaus bleibt, ist völlig offen.

Niklas Stark (26/l.) im Zweikampf mit Wolfsburgs Ridle Baku (23). Herthas Vizekapitän könnte die Berliner im kommenden Sommer ablösefrei verlassen.
Niklas Stark (26/l.) im Zweikampf mit Wolfsburgs Ridle Baku (23). Herthas Vizekapitän könnte die Berliner im kommenden Sommer ablösefrei verlassen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

2022 läuft das Arbeitspapier aus. Ein ablösefreier Abgang ist ebenso möglich wie ein Verbleib in Berlin.

Obwohl der Abwehrspieler als einziger Feldspieler bei den Berlinern noch keine Sekunde verpasst hat, ist eine schnelle Verlängerung zumindest nicht in Sicht. Wie der Kicker berichtet, liegen die Gespräche derzeit auf Eis.

Demnach haben sich sowohl Klub als auch die Spielerseite darauf verständigt, die Gespräche über eine Ausdehnung des Vertrages erst einmal zurückzustellen.

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Unter Pál Dárdai (45) ist der 26-Jährige nicht nur wegen des nicht enden wollenden Verletzungspechs in die Abwehr gesetzt. Der Ungar ist voll des Lobes und kann sich auf seinen Vize-Kapitän verlassen.

Nach seinem zwischenzeitlichen Verlust des Stammplatzes hat sich der zweifache Nationalspieler aus dem Formtief herausgekämpft und gehörte vor allem letztes Jahr zu den Leistungsträgern.

Intern soll es jedoch leichte Kritik geben. In Sachen Konstanz und Führungsstärke habe sich die Klubführung offenbar ein wenig mehr versprochen.

Niklas Stark wollte Hertha BSC im Winter 2020 verlassen

Stark selbst muss nun ausloten, ob er den Berliner Weg weiter mitgehen möchte oder nach 177 Pflichtspielen für die Alte Dame die berühmte neue Herausforderung sucht. Klar ist: Bis zum Big City Club ist es noch ein weiter Weg. Hertha steckt mit fünf Niederlagen aus sieben Spielen und schon 20 Gegentoren (so vielen wie kein anderer Bundesligist) mal wieder in der Krise.

Schon in der Rückrunde 2020 hatte der 1,90 Meter große Innenverteidiger mit dem Gedanken gespielt, Berlin zu verlassen. Damals schob der Hauptstadt-Klub einem Wechsel aber einen Riegel vor.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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