Berliner Geister-Derby: Das spricht für Hertha!

Berlin - Wer holt sich die Stadmeisterschaft? Hertha oder Union? In der Hinrunde konnten die Eisernen das Derby verdient mit 1:0 für sich entscheiden. Bleiben die Köpenicker auch weiterhin der inoffizielle Stadtmeister oder schlägt die Alte Dame zurück? 

Gelingt Bruno Labbadia der zweite Sieg in Folge?
Gelingt Bruno Labbadia der zweite Sieg in Folge?  © Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa, Andreas Gora/dpa

Am heutigen Freitag (20.30 Uhr/DAZN) steigt  endlich das Rückspiel - unter ungewöhnlichen Umständen. 

Das vor der Corona-Pandemie schon seit Wochen ausverkaufte Olympiastadion wird zu einer leeren Schüssel. Weil die restlichen Bundesliga-Spiele ohne Zuschauer stattfinden, wird auch das Hauptstadt-Duell zum Geister-Derby.

Bruno Labbadia will zwar von einer Favoritenrolle nichts wissen. TAG24 weiß, was dennoch für Hertha spricht:

Geister-Vorteil

Bislang sind die Blau-Weißen in dieser Saison nicht gerade als Heimmacht aufgefallen. Gelangen in der Hinrunde noch Siege gegen Paderborn (2:1), Düsseldorf (3:1) und Freiburg (1:0), wartet der Hauptstadt-Klub in diesem Jahr noch auf den ersten Dreier im Olympiastadion.

Zwar müssen die Herthaner auf die Unterstützung ihrer Anhänger verzichten, doch das könnte auch ein Vorteil sein, zumal die Stimmung im eigenen Wohnzimmer aufgrund dürftiger Auftritte zuletzt oft kippte. 

Eine großartige Kulisse kann noch einmal extra Ansporn sein, aber auch hemmend wirken. Schon nach dem 2:2 gegen Werder Bremen haben die treuen Hertha-Fans in der Ostkurve die Mannschaft auf das Derby eingestimmt und nochmal klargemacht, wie wichtig ihnen dieses Spiel ist. Der "Druck" ist nun weg.

Matheus Cunha hat einen Lauf

Maximilian Mittelstädt und Vedad Ibisevic gratulieren Matheus Cunha zu seinem Treffer zum 3:0.
Maximilian Mittelstädt und Vedad Ibisevic gratulieren Matheus Cunha zu seinem Treffer zum 3:0.  © Thomas Kienzle/AFP/POOL/dpa

Bruno Labbadia

Mit Bruno Labbadia scheinen die Berliner genau den richtigen Trainer zum richtigen Zeitpunkt gefunden zu haben. 

Dem Hessen gelang bereits das, was seinen Vorgängern Klinsmann und Nouri verwehrt blieb. Erstmals seit dem 10. Spieltag steht Hertha BSC (31 Punkte in der Tabelle wieder vor Union (30 Punkte). 

Der 54-Jährige wird seine Mannschaft trotz der Umstände heiß machen. Allein der Auftritt in Hoffenheim macht Mut. Nach der langen Corona-Pause und gerade mal einer Woche Mannschaftstraining gelang der Hertha ein überzeugendes 3:0.  

"Wir wollen an die Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen und die Situation annehmen, wie sie ist", so Labbadia. 

Herthas vierte Cheftrainer dieser Saison ist ein echter Derby-Experte. Als HSV-Coach erlebte er vier Nord-Duelle gegen Werder Bremen, davon konnte er drei gewinnen.

Matheus Cunha

Herthas Brasilianer Matheus Cunha macht da weiter, wo er vor der Corona-Pause aufgehört hat. In den letzten drei Spielen hat der 20-Jährige immer getroffen. Vergab er in der ersten Hälfte noch eine Hundertprozentige, war sein Sololauf zum 3:0 umso schöner. Cunha gibt nie auf, ist immer für eine Überraschung gut und kann auch gegen Union den Unterschied ausmachen.

Wiedergutmachung

Das Hinspiel hat Spuren hinterlassen. Nach einem mutlosen Auftritt müssen sich die Herthaner den Stadtrivalen aus Köpenick geschlagen gegeben. Für die Alte Dame ist es die Chance sich zu rehabilitieren. Mit einem Sieg können sie nicht nur einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, sondern die bislang so verkorkste Saison auch zu einem halbwegs versöhnlichen Abschluss bringen.

"Das ist eine Riesenchance für uns, zurückzuschlagen. Wir haben nicht vergessen, was im letzten Spiel passiert ist. Deshalb ist die Bedeutung für uns schon groß", betonte Manager Michael Preetz. 

Titelfoto: Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa, Andreas Gora/dpa

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