Kantersieg im Geister-Derby: Hertha fegt Union vom Platz

Berlin - Hertha schlägt zurück. Die Alte Dame hat das Geister-Derby im Olympiastadion gegen den 1. FC Union Berlin deutlich mit 4:0 (0:0) gewonnen und sich damit die Stadtmeisterschaft gesichert!  

Dodi Lukebakio trifft zum 2:0.
Dodi Lukebakio trifft zum 2:0.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Vedad Ibisevic (51.) und Dodi Lukebakio (52.) hatten Hertha BSC kurz nach der Pause per Doppelschlag in Führung gebracht. Matheus Cunha (61.) und Dedryck Boyata (77.) sorgten für den deutlichen Derby-Sieg.  

Bruno Labbadia tauschte nach dem 3:0 in Hoffenheim auf lediglich einer Position. Vladimir Darida kehrte nach seiner Gelbsperre zurück. Maximilian Mittelstädt musste erstmal auf die Bank.

Sein Gegenüber Urs Fischer nahm gleich vier Veränderungen vor. Marvin Friedrich, Ken Reichel, Sebastian Andersson und Derby-Pechvogel Michael Parensen rutschten für Keven Schlotterbeck (5. Gelbe), Christopher Lenz (verletzt), Neven Subotic und Anthony Ujah (beide Bank) in die erste Elf.

Bevor Schiedsrichter Harm Osmers das zweite Hauptstadt-Duell in der Bundesliga anpfeifen konnte, gab es für die wenigen Zuschauer im Olympiastadion eine Schweigeminute für die Corona-Opfer.

Hertha übernahm von Beginn an die Initiative, während Union gewohnt mit vielen langen Bällen agierte. 

Die Gastgeber taten sich schwer die kompakte Defensive der Köpenicker zu knacken. In der 18. Minute wurde es dann aber erstmals brenzlig. Nach einer Kopfballverlängerung von Ibisevic war Lukebakio nicht mehr einzuholen, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Gikiewicz. 

Die Hausherren hatten zwar mehr vom Spiel, konnte aber die eiserne Abwehr nur selten in Bedrängnis bringen. Cunha sorgte für eines der wenigen Highlights der ersten Hälfte, als es der Brasilianer per Hacke versuchte (27.). Kurz vor der Pause war Gikiewicz erneut gegen Cunha zur Stelle (38.).

Ibisevic und Lukebakio leiten Derby-Sieg für Hertha BSC ein

Matheus Cunha (M) jubelt diesmal mit Abstand mit seinen Kollegen.
Matheus Cunha (M) jubelt diesmal mit Abstand mit seinen Kollegen.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Die Gäste hingegen musste bis zur 44. Minute auf ihren ersten guten Abschluss warten. Der Freistoß von Andrich ging nur knapp über das Gehäuse.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Köpenicker nun aktiver. Torunarigha rettete in höchster Not vor Bülter (47.). Nur kurz zuvor scheiterte Lukebakio erneut an Gikiewicz, stand aber ohnehin im Abseits.

Der nächste gute Spielzug wurde dann aber prompt belohnt. Nach einer mustergültigen Flanke von Plattenhardt war Ibisevic, wie schon in Hoffenheim, per Kopf zur Stelle - 1:0 für Hertha (51).

Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß musste Gikiewicz erneut den Ball aus dem Netz holen. Ibisievic schickte Lukebakio auf Reisen, der umkurvte Unions Schlussmann und musste aus halbrechter Position nur noch einschieben - 2:0 (52). Der nächste Doppelschlag für die Alte Dame.

Neun Minuten später dann der nächsten Nackenschlag für die Eisernen. Lukebakios Fallrückzieher ging zunächst ins Leere, doch über Umwege landete der Ball bei Cunha. Aus dem Stand heraus zirkelte er den Ball flach in die rechte Ecke - 0:3 (61.). 

Von den Köpenickern kam nun nicht mehr viel. Stattdessen verpasste Darida um wenige Zentimeter das nächste Tor. Dennoch wurde es nun richtig deutlich. Boyata war per Kopf zur Stelle und traf zum 4:0 (77.). Der perfekte Einstand für Bruno Labbadia und die Revanche für die 0:1-Pleite aus der Hinrunde.

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

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