Übler Dämpfer für Bayer: Starke Hertha schlägt Leverkusen

Berlin - Die Klatsche blieb aus! Hertha BSC hat Bayer Leverkusen im Kampf um die Champions League einen herben Rückschlag verpasst. Im letzen Heimspiel der Saison siegten die Blau-Weißen am Ende mehr als verdient mit 2:0 (1:0). 

Peter Pekarik im Zweikampf mit Leverkusens Wendell.
Peter Pekarik im Zweikampf mit Leverkusens Wendell.  © Michael Sohn/AP/POOL/dpa

Die Tore für die Hausherren im fast leeren Berliner Olympiastadion erzielten Matheus Cunha (22. Minute) und Dodi Lukebakio (54.)

Den Berlinern blieb auch vor dem Anpfiff das Verletzungspech treu. Mit Arne Maier (Fußprellung), Lazar Samardzic (Mandelentzündung) und Marton Dardai (Sprunggelenk) verlängerte sich die ohnehin schon üppige Verletztenliste.

Dafür kehrten Matheus Cunha und Dedryck Boyata in die Startelf zurück. Vedad Ibisevic saß zunächst nur auf der Bank.

Den Gästen gehörte gegen verletzungsbeutelte Herthaner klar die Anfangsphase. Schon nach fünf Minuten hätte Bayer durch Havertz und Alario führen können. Hertha verteidigte kompakt und versuchte, selbst offensiv Nadelstiche zu setzen. 

Der erste gute Spielzug führte prompt zum Erfolg. Piatek setzte mit einem Doppelpass den schnellen Lukebakio in Szene. Der Belgier legte noch einmal ab. Cunha zog sofort ab, sodass der Ball im linken Toreck einschlug - 1:0 (22.). Was für ein klasse Tor!

Nur zwei Minuten später zeigte der Brasilianer, dass bei ihm Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen. Hradeckys Fußabwehr verhinderte den Doppelpack. Den Ball hätte Cunha auch auf den mitgelaufenen Stark quer legen können.

Die Aufstellung von Hertha BSC

Dodi Lukebakio baut Hertha-Führung aus

Krzysztof Piatek und Vladimir Darida jubeln mit Dodi Lukebakio über seinen Treffer zum 2:0..
Krzysztof Piatek und Vladimir Darida jubeln mit Dodi Lukebakio über seinen Treffer zum 2:0..  © Michael Sohn/AP/POOL/dpa

Hertha schaffte es, Bayers Offensive in Schach zu halten. Immer wieder konnten die Berliner noch entscheidend stören, beschränkten sich aber nicht nur aufs Verteidigen. Nach einem Konter versuchte Piatek Hradecky aus spitzem Winkel zu überwinden (36.).

Die zweite Halbzeit begann dann mit dem nächsten Verletzten. Für Pekarik ging es nicht mehr weiter. Für den Rechtsverteidiger kam Klünter (50.). Zuvor   rettete Plattenhardt in höchster Not gegen Diaby.

Die Werkself versuchte nun, den Druck zu erhöhen und wurde eiskalt ausgekontert. Piatek umkurvte mit einer tollen Ballmitnahme Hradecky, schirmte das Spielgerät an der Außenline gegen Wendell ab, sodass Lukebakio wenige Zentimeter vor der Torlinie den Rest erledigen konnte - 2:0 (54.)!

Für die Hausherren ergab sich nun mehr Raum zum Kontern. Grujic versuchte es mit einem Flachschuss, verfehlte den Kasten nur knapp (63.).

Bayer wollte sich noch nicht geschlagen geben, biss sich aber an den taktisch hervorragend eingestellten Berlinern die Zähne aus. 

Alario hatte die bislang größte Chance, als er per Kopf den herauseilenden Jarstein überwinden konnte. Torunarigha konnte den Ball aber noch spektakulär von der Linie kratzen. 

Viel mehr kam nicht mehr von den Gästen, die nun um die Qualifikation für die Champions League bangen müssen. 

Titelfoto: Michael Sohn/AP/POOL/dpa

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