Hertha bei McKennie in der Pole-Position? "Können nicht alles machen"

Berlin - Mit Lucas Tousart (23), Alexander Schwolow (28) und Deyovaisio Zeefeuik (22) hat Hertha BSC bereits drei Neuzugänge präsentieren können. Folgt mit Schalkes Weston McKennie (21) der nächste Neue? Die Alte Dame gilt offenbar als Favorit auf eine Verpflichtung.

Bekommt Bruno Labbadia (r) mit Weston McKennie (l) den nächsten Neuzugang?
Bekommt Bruno Labbadia (r) mit Weston McKennie (l) den nächsten Neuzugang?  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa, Andreas Gora/dpa

Konkurrenz gibt es aber ausgerechnet von einem (Ex)-Berliner: Der lange Zeit als Wunschkandidat auf den Trainerposten gehandelte Niko Kovac (48) soll mit dem AS Monaco ebenfalls Interesse am US-Amerikaner zeigen.

Schalke erhofft sich laut "Bild" einen Transfererlös von rund 25 Millionen Euro. Hertha hingegen hofft die Ablöse auf unter 20 Millionen Euro drücken zu können. 

"Wir haben viele junge, dynamische Spieler, an denen wir interessiert sind, unabhängig von Weston McKennie", sagte Bruno Labbadia (54). 

Es sei aber noch nicht selbstverständlich, dass alle Profis auch nach Berlin kommen würden. "Wir müssen uns erarbeiten, dass Spieler uns interessant finden."

Durch Investor Lars Windhorst, der auch während der Corona-Krise in diesem Jahr weitere 150 Millionen Euro in den Club investiert, hat Hertha bessere Möglichkeiten als viele Konkurrenten. Selbst der FC Southampon, der ebenfalls mit McKennie in Verbindung gebracht wurde, soll von der Finanzkraft des Bundesligisten überrascht sein.

Trotzdem betonte der 54-Jährige: "Wir haben Vorgaben und müssen schauen, was möglich ist. Wenn wir Spieler dazu holen, müssen sie unsere Spieler besser machen. Sie müssen eine Qualität haben, die unsere nicht haben."

Der Hertha-Coach hat auf der Suche nach Verstärkungen ohnehin keine Eile. "So wie man ein Haus aufbaut, sollte man auch eine Mannschaft aufbauen. Vom Grundstock, denn ohne den kann kein Haus stehen bleiben", sagte Labbadia nach einer zweistündigen Einheit bei rund 30 Grad. "Wir wissen, dass wir nicht alles auf einmal schaffen werden, sondern Schritt für Schritt gehen. 

Trotz der Windhorst-Millionen wollen die ambitionierten Hauptstädter keine verrückten Sachen machen. Gesucht wird neben einem zentralen Mittelfeldspieler, auch noch ein Stürmer, sowie einer für den Flügel. "Jetzt müssen wir sehen, was haben wir noch übrig, was ist auf dem Markt. Ansonsten würden wir das verschieben aufs Halbjahr oder aufs nächste Jahr."

Herthas Übungsleiter dämpft die Erwartungen: "Uns ist klar, dass wir nicht alles machen können."

Titelfoto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa, Andreas Gora/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0