Neuer Rasen nach Grusel-Kick: Hertha schießt nicht einmal aufs Tor

Berlin - Es sollte Herthas große Aufholjagd werden und wurde ein Grusel-Kick. Hertha BSC schaffte in 90 Minuten keinen einzigen Schuss aufs Tor - wie auch der Gegner 1. FSV Mainz 05 nicht. Kein Wunder, dass die Partie 0:0 endete.

Niklas Stark (l.) und Dedryck Boyata von Hertha zeigen sich nach Spielende enttäuscht.
Niklas Stark (l.) und Dedryck Boyata von Hertha zeigen sich nach Spielende enttäuscht.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Die kriselnden Mainzer, mit nun sechs Punkten weiter Vorletzter, setzten im Olympiastadion auf eine kompakte Defensive und zogen den Gastgebern den Zahn. Gegen die Fünferkette der Gäste fanden die Berliner keine Lösungen.

"Wir haben gerade in der zweiten Halbzeit zu viele Leute gehabt, die sich nur in der Mitte getummelt haben. Es waren wenige Spieler bereit die Position auf den Außen zu übernehmen. Wir wollen da sehr flexibel sein", erklärte Bruno Labbadia (54) nach dem Spiel.

Es bleibt dabei: Gegen die Top-Teams hält Hertha gut mit, sobald sie aber selbst das Spiel machen müssen, bekommt die Alte Dame Schwierigkeiten. "Mainz hat sehr gut verteidigt. Wenn wir mal vorbei waren, haben wir eine falsche Entscheidung getroffen."

Er bleibt in der Bundesliga: Hertha schnappt sich Mittelfeld-Spieler von Schalke 04!
Hertha BSC Er bleibt in der Bundesliga: Hertha schnappt sich Mittelfeld-Spieler von Schalke 04!

Ausgerechnet der Spielplan könnte nun zum Problem werden. Die Top-Klubs hat der Hauptstadtverein alle hinter sich. Bis zum Ende der Hinrunde spielt Hertha nur noch gegen Mannschaften, die derzeit hinter ihnen in der Tabelle stehen.

Doch auch der SC Freiburg, der 1. FC Köln oder Arminia Bielefeld können verteidigen.

Hertha BSC bekommt einen neuen Rasen im Olympiastadion

Herthas Deyovaisio Zeefuik (l.) im Zweikampf mit Aaron Martin. Der Niederländer rutschte für Peter Pekarik in die Startelf, konnte seine Chance aber nicht nutzen.
Herthas Deyovaisio Zeefuik (l.) im Zweikampf mit Aaron Martin. Der Niederländer rutschte für Peter Pekarik in die Startelf, konnte seine Chance aber nicht nutzen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Das Positive: Mit etwas Pech hätten die Blau-Weißen auch noch verlieren können. Denn die beiden größten Chancen hatten die Gäste. Leandro Barreiro (20) traf nur die Latte, Kevin Stöger (27) konnte noch entscheidend gestört werden.

So bleiben die Berliner trotz der gefühlten Niederlage und zwei verschenkten Punkten nun schon seit vier Begegnungen ungeschlagen. Doch vor allem die Offensivbemühungen waren enttäuschend. Herthas namhafter Angriff war im kompletten Spiel nicht zu sehen.

Selbst Matheus Cunha (21), seit Wochen der beste Mann auf dem Platz (sechs Tore, zwei Vorlagen), blieb blass. "Es ist nicht so einfach gegen eine so gut organisierte und tief stehende Mannschaft zu spielen, aber wir können es besser. Dafür hätten wir ein paar Spieler auf dem Platz gebraucht, die einen besseren Tag gehabt hätten", so Labbadia.

Herthas Fab Five: Die jungen Wilden greifen an!
Hertha BSC Herthas Fab Five: Die jungen Wilden greifen an!

Bezeichnend für das Niveau: Mathew Leckies (29) missglückte Verlagerung landete im Seitenaus. Immerhin kann sich der Hertha-Coach schon beim nächsten Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (2. Januar) über einen neuen Rasen freuen. Direkt nach der Nullnummer hatte sich der 54-Jährige noch über den Zustand des Grüns im Olympiastadion beschwert.

Eine Ausrede für die Leistung seiner Mannschaft sollte dies aber nicht sein, wie Labbadia am Tag danach ausdrücklich klarstellte. "Wir haben den Anspruch, technisch guten Fußball zu spielen, es ist ein kleiner aber sehr wichtiger Mosaikstein."

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0