Herthas Blitzkugel Radonjic: Das macht Lust auf mehr!

Berlin - Beinahe hätte es sogar mit dem Premierentreffer geklappt. Kaum war Nemanja Radonjic (24) auf dem Platz, zappelte der Ball auch schon im Netz. Der Serbe musste Sekunden nach seiner Einwechslung nur noch einschieben, Vorlagengeber Dodi Lukebakio (23) stand zuvor aber knapp im Abseits.

Nemanja Radonjic läuft sich bei seinem ersten Training bei Hertha BSC Berlin warm. Der serbische Nationalspieler kommt als Leihgabe von Olympique Marseille.
Nemanja Radonjic läuft sich bei seinem ersten Training bei Hertha BSC Berlin warm. Der serbische Nationalspieler kommt als Leihgabe von Olympique Marseille.  © Andreas Gora/dpa

Doch auch wenn ihm ein Torerfolg verwehrt blieb, könnte der Winter-Neuzugang für Hertha BSC im Kampf um den Klassenerhalt noch richtig wichtig werden. Der 24-Jährige überzeugte bei seinem Debüt gegen den FC Bayern München (0:1) auf ganzer Linie.

Mit seinen Dribblings, seiner Schnelligkeit und dem Zug zum Tor stellte er die Bayern-Abwehr ein ums andere Mal vor Probleme.

"Nemanja ist eine Blitzkugel. Er ist pfeilschnell und sucht immer das Tor. Die Fans werden noch viel Freude an ihm haben", sagte Pal Dardai.

Dass die Offensivkraft jede Menge Speed mit nach Berlin bringt, hat er bereits bei seiner Vorstellung verraten.

Bei seinem letzten Spiel für Olympique Marseille in Frankreichs Ligue 1wurden bei ihm sagenhafte 37 km/h gemessen.

Erst am Deadline Day verpflichtet, ist der 20-fache serbische Nationalspieler so etwas, wie der große Unbekannte. Angesichts der Rückkehr von Sami Khedira (33) in die Bundesliga, ging sein Transfer beinah unter.

Keiner hatte den Flügelflitzer zuvor auf der Rechnung. Von einer Notlösung wollte man trotz des Interesses an Bremens Milot Rashica (24) aber nicht sprechen.

Dardai lobt Winter-Neuzugang Nemanja Radonjic

"Nemanja steht schon relativ Lange auf unserer Datenbank", sagte Arne Friedrich (41). "Er ist ein Spieler, der alles hat, was wir gesucht haben." Die ersten 30 Minuten waren schon einmal vielversprechend. Macht er so weiter, könnte aus dem Leihgeschäft noch ein langfristiges Engagement werden. Die Berliner sicherten sich eine Kaufoption.

Anpassungsschwierigkeiten scheint die Marseille-Leihgabe ohnehin nicht zu haben. "Er ist gut angekommen, auch in der Kabine. Er ist einfach schmerzfrei. Als wäre er schon hundert Jahre hier", so Dardai.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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