Dank Ibisevic: Hertha beendet turbulente Saison mit Rekord

Berlin - In der Nachspielzeit kam Hertha doch noch mal vor das Tor der Gladbacher. Joker Jessic Ngankam setzte an der Außenlinie zum Dribbling an, brachte den Ball mit dem Außenrist vor das Tor, wo der ebenfalls eingewechselte Vedad Ibisevic nur noch den Fuß hinhalten musste.

Vedad Ibisevic trifft zum 2:1.
Vedad Ibisevic trifft zum 2:1.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa, Marius Becker/dpa

Auch mit seinen fast 36 Jahren hat der Vedator seinen Torinstinkt noch nicht verloren. Beim 1:2 in  Gladbach erzielte der Bosnier sein 7. Saisontor, zog damit in der internen Torschützenliste mit Dodi Lukebakio gleich und sorgte gleichzeitig für einen Rekord.

Sein Treffer egalisierte den Rekord von 25 Auswärtstoren in einer Spielzeit. Zuletzt gelang das den Herthanern vor 50 und 15 Jahren. Während die Berliner die Saison 1969/70 und 2004/05 auf Platz drei bzw. vier beenden konnten, müssen sie diesmal mit Platz zehn vorlieb nehmen.

Mehr war nicht drin. Dabei hätte es auch noch schlimmer ausgehen können. Das passt sowohl für das Saisonfinale, als auch für den gesamten Verlauf der Saison.

Vier Trainerwechsel, der überraschende Rücktritt von Jürgen Klinsmann inklusive Facebook-Live-Video mitten im Abstiegskampf, die Klinsmann-Tagebücher und das Kabinen-Video von Salomon Kalou - Hertha schien in dieser Spielzeit nichts auszulassen.

Erst unter Bruno Labbadia ging es wieder aufwärts. "Es war einiges los in der Saison. Zum Glück haben wir dann zum Schluss ein bisschen Ruhe reinbekommen, haben das Ruder auch rumgerissen und hatten mit dem Abstieg nichts mehr zu tun", sagte Niklas Stark.

Per Skjelbred verlässt Hertha BSC nach sieben Jahren

Per Skjelbred (r) im Zweikampf mit Lars Stindl.
Per Skjelbred (r) im Zweikampf mit Lars Stindl.  © Marius Becker/dpa

In Gladbach war für die Berliner allerdings nichts zu holen. Vor allem in der ersten Halbzeit war der Hauptstadt-Klub hoffnungslos unterlegen. Erst nach 55 Minuten schoss Hertha durch den eingewechselten Mathew Leckie auf das Gladbacher Tor. 

"Die Gladbacher hätten schon in der ersten Halbzeit mehr Tore schießen müssen. Wir haben alles versucht, aber mehr war heute nicht drin. Das zweite Tor hat uns das Genick gebrochen", so Toschütze Ibisevic, der sich durchaus Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung machen kann.

Mit einem Dreifachwechsel (Maier/Leckie und Skjelbred für Plattenhardt/Grujic und Esswein) und einigen Umstellungen gelang es der Alten Dame das Spiel nun etwas ausgeglichener zu gestalten. Gerade als Hertha immer besser ins Spiel fand, schlug der Champions-League-Teilnehmer durch den starken Embolo erneut zu. 

"In der zweiten Halbzeit stand dann eine andere Mannschaft auf dem Platz. Es fehlte zuvor die Energie und wir haben zu unsauber gespielt. Wir haben dann alles versucht, aber es hat nicht gereicht", erklärte Labbadia.

Eine positive Randnotiz hatte die Niederlage dann aber doch noch. Per Skjelbred, der Hertha nach sieben Jahren in Richtung Heimat verlässt, konnte noch einmal für seinen Herzensklub auf dem Platz stehen. Tagelang hatte der Norweger für ein Comeback gekämpft.

"Ich wollte noch einmal bei den Jungs dabei sein, musste dann nachher aber wieder raus. Ich wollte kein Risiko eingehen. Ist aber keine schlimme Sache. Jetzt wollen wir ein bisschen feiern", gab Skjelbred nach seiner Ein- und  Auswechslung Entwarnung.

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa, Marius Becker/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0