Trotz neun Verletzten: Bricht Labbadia Herthas Rückrunden-Fluch?

Berlin - Die gute Nachricht vorweg: bei Hertha BSC sind in der englischen Woche keine weiteren verletzten Spieler hinzugekommen. Die Schlechte: es gibt auch keine Rückkehrer.

Bruno Labbadia muss weiterhin auf Per Skjelbred (l)Tom Weller/dpa pool/dpa verzichten.
Bruno Labbadia muss weiterhin auf Per Skjelbred (l)Tom Weller/dpa pool/dpa verzichten.  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa, John Macdougall/AFP-POOL/dpa

So muss Bruno Labbadia auf insgesamt neun Spieler verzichten. Neben Thomas Kraft, Luca Netz, Marius Wolf, Santiago Ascacibar, Javairo Dilrosun, Mathew Leckie, Karim Rekik und Maximilian Mittelstädt, wird auch weiterhin Per Skjelbred fehlen.  

Für den Norweger besonders bitter. Der 33-Jährige verpasst sein letztes Heimspiel für Hertha BSC. Nach sieben Jahren verlässt der Routinier die Hauptstadt. Immerhin wird Abwehrchef Dedryck Boyata nach seiner Rot-Sperre vermutlich wieder in die Startelf zurückkehren. 

Während Gegner Bayer Leverkusen noch um die Champions League kämpft, geht es für den Hauptstadt-Klub in der Tabelle weder großartig nach oben, noch nach unten. Dass die Luft raus ist, will Labbadia aber so nicht stehen lassen. 

"Das finde ich fast schon despektierlich", sagte Herthas Chefcoach auf eine entsprechende Frage bei einer Video-Pressekonferenz.

Schon beim unglücklichen 1:2 in Freiburg habe seine Mannschaft voll dagegen gehalten. "Wir sind bis zum Anschlag gegangen und haben uns nie aufgegeben."

Böse Erinnerungen für Hertha BSC an Bayer Leverkusen

Hertha-Trainer Bruno Labbadia diskutiert mit Freiburgs Christian Streich (r).
Hertha-Trainer Bruno Labbadia diskutiert mit Freiburgs Christian Streich (r).  © Tom Weller/dpa pool/dpa

Nach furiosen Start, in der die Mannschaft zehn Punkte aus vier Spielen holen konnte, droht nun die vierte Niederlage in Folge. "Es interessiert uns erstmal weniger, wer in die Champions League kommt. Für uns ist wichtig, beide Spiele sehr gut zu gestalten. Da geht es um eine weitere Entwicklung." 

Die war definitiv zu sehen. Bis auf die zweite Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt waren die Berliner unter Labbadia mindestens auf Augenhöhe.

Im Hinspiel gelang dem Hauptstadt-Klub ein 1:0-Auswärtssieg durch Karim Rekik. An die letzten Heimspiele zum Saisonfinale dürften sich die Hertha-Fans aber wohl nur ungern zurückerinnern. Vergangene Spielzeit kassierte Hertha am 34. Spieltag gegen die Werkself ein 2:5. Zwei Jahre zuvor war es ein 1:6.

"Wir versuchen, alles zu geben, um dagegenzuhalten", so Labbadia. Zumal die Berliner noch die Chance haben endlich den Rückrunden-Fluch zu brechen.

Mit 19 Zählern hat Hertha genau so viele Punkte gesammelt, wie in der Hinrunde. Zuletzt knackte die Alte Dame in der Saison 2008/2009 die 20-Punkte-Marke in der Rückrunde.

"Wir waren zuletzt schon dran. Auch wenn wir gegen zwei bärenstarke Mannschaften antreten, wollen wir so viele Punkte holen wie möglich. Jeder hat gesehen, dass wir gegen Freiburg viel rausgehauen und unglücklich verloren haben." 

Titelfoto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa, John Macdougall/AFP-POOL/dpa

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