Hertha nach drei Niederlagen in Serie wieder in der Krise?

Berlin - Trainer Bruno Labbadia (54) findet eine mögliche Diskussion um seinen Rückhalt bei Hertha BSC nach den drei Niederlagen nacheinander in der Fußball-Bundesliga "albern".

Bruno Labbadia muss womöglich länger auf Peter Pekarik (l.) verzichten.
Bruno Labbadia muss womöglich länger auf Peter Pekarik (l.) verzichten.  © Andreas Gora/dpa

Der 54-Jährige verwies am Sonntag in einer Video-Medienrunde dabei auf den frühen Zeitpunkt der Saison und das, was der Berliner Fußball-Bundesligist nach einem größeren personellen Umbruch in der Sommerpause vor sich hat. 

"Dann brauchen wir auch nicht mehr eine Mannschaft aufbauen", betonte er. Dann hieße es nur noch: "Friss oder stirb".

Nach einem Sieg zum Saisonauftakt folgten für Hertha drei Niederlagen in Serie, zuletzt am Samstag im Berliner Olympiastadion mit 0:2 gegen Liga-Rückkehrer VfB Stuttgart. Zudem schied der Hauptstadtclub bereits in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals bei Eintracht Braunschweig aus.

"Alarmiert muss ich nicht sein", bekräftigte Labbadia. Er habe vorher schon gewusst, was ihn und seine Mannschaft in dieser Saison erwarten würde. Mit den bisherigen Resultaten hatte aber auch er nicht gerechnet. 

Zur öffentlich formulierten Zielvorgabe Europapokalplatz von Aufsichtsrat und Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann meinte er: "Es gibt definitiv wichtigere Sachen."

Labbadia forderte von seinen Spielern mehr Kommunikation auf dem Platz. Es müsse auch mal einer die Verantwortung übernehmen, meinte der Trainer, nachdem unter den Abgängen einige routinierte Leistungsträger gewesen waren.

Dass die Niederlagen auch aufs Gemüt und das Selbstvertrauen der Spieler schlagen und die Bereitschaft dadurch nicht unbedingt größer wird, Verantwortung zu übernehmen, weiß auch Labbadia. Er müsse in den kommenden Wochen und Monaten "extremst" mit der Mannschaft über den Platz hinaus arbeiten.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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