Hertha BSC gegen Haaland ohne Chance: "Es ist zu wenig"

Berlin - Eine gute Halbzeit gegen Borussia Dortmund reicht nicht. Nach der Haaland-Show hängt Hertha BSC im unteren Tabellendrittel fest. Wieder einmal haben es die Berliner dem Gegner viel zu einfach gemacht. Schlimmer noch: der Hauptstadt-Klub ist regelrecht eingebrochen.

Bruno Labbadia muss nach dem Aufwärtstrend wieder Aufbauarbeit leisten.
Bruno Labbadia muss nach dem Aufwärtstrend wieder Aufbauarbeit leisten.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Die desaströse zweite Halbzeit beim 2:5 (1:0) gegen den BVB musste Trainer Bruno Labbadia (54) erneut schmerzlich verdeutlichen, dass der Aufbauprozess bei Hertha BSC viel komplizierter ist, als allseits erhofft.

"Das Ergebnis passt einfach nicht. Das haben wir schon ein paar mal gehabt, deswegen ist die Enttäuschung sehr, sehr groß", sagte Labbadia am Sonntag.

In einer ungewöhnlichen Mannschaftssitzung hatte der Trainer die bittere Niederlage aufgearbeitet. Statt eines Monologs setzte er dabei explizit auf Beiträge der Profis.

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"Wir haben eine längere Besprechung gehabt und die Mannschaft mit einbezogen, wie sie es gesehen hat", berichtete der Herthas Übungsleiter. Damit habe er das Verantwortungsbewusstsein im Team stärken wollen.

Vor den nächsten Partien bei Bayer Leverkusen (29.11.) und im Derby gegen Union Berlin (4.12.) setzt der Hertha-Coach nun auf eine Mischung aus Lob und straffer Führung.

Bruno Labbadia moniert zu einfache Tore

Erling Haaland turft gegen Alexander Schwolow zum 3:1. Ein lupenreiner Hattrick.
Erling Haaland turft gegen Alexander Schwolow zum 3:1. Ein lupenreiner Hattrick.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir werden sie bestärken, weil wir einfach wissen, dass das der Weg ist, den wir gehen müssen. Weil wir auch sehen, dass er Früchte trägt, aber Fakt ist, es ist einfach zu wenig, sieben Punkte aus acht Spielen. Damit können wir nicht zufrieden sein", sagte der 54-Jährige angesichts von Platz 13.

Auch gegen Dortmund sei nach der 1:0-Führung zur Halbzeit ein mögliches Erfolgserlebnis wie schon in den Partien beim FC Bayern (3:4) und RB Leipzig (1:2) viel zu leicht hergeschenkt worden, meinte Labbadia. Nicht alle Spieler hätten in den entscheidenden Situationen richtig "mitgemacht."

Labbadia: "Wir haben die Tore zu einfach kassiert. Wir haben das Spiel sehr einfach aus der Hand gegeben, und das ist ärgerlich". Zwei Tore von Matheus Cunha (21), zur 1:0-Führung und zum 2:4-Anschluss per Foulelfmeter waren nutzlos, weil die Berliner dem Wirbel des Dortmunder Vierfach-Schützen Erling Haaland (20) einfach nicht gewachsen waren.

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"Er hat unglaublich gute Laufwege und vor dem Tor ist er ein Killer", lobte Herthas Trainer den Norweger.

Das zarte Hochgefühl nach dem 3:0 in Augsburg vor der Länderspielpause ist bei Labbadia jedenfalls schon wieder verflogen. Schon jetzt ist klar, dass die Hertha nicht Berlins Nummer eins ist, wenn Union zum ersten Stadtderby der Saison ins Olympiastadion kommt. Kleiner Mutmacher könnte für Labbadia sein, dass in der Vorsaison immer das Team den Stadtvergleich gewann, das in der Tabelle schlechter platziert war.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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