Vor Stadtduell gegen Union: Hertha-Trainer Labbadia vermisst Derby-Fieber

Berlin - Bruno Labbadia (54) bedauert die fehlende öffentliche Derby-Vorfreude auf das brisante Berliner Stadtderby von Hertha BSC und dem 1. FC Union wegen der Corona-Krise.

Bruno Labbadia (54) konnte sein erstes Derby gegen Union mit 4:0 gewinnen.
Bruno Labbadia (54) konnte sein erstes Derby gegen Union mit 4:0 gewinnen.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa, Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

"Es wäre fantastisch, wenn wir ein volles Stadion hätten, weil du dann selbst ganz anders hinfieberst, weil auch die ganze Stadt mitfiebert. So bekommt man ganz, ganz wenig mit", sagte der Hertha-Trainer am Montag in einer Medienrunde.

Trotzdem sei die Begegnung am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) im leeren Berliner Olympiastadion natürlich "ein besonderes Spiel. Es ist ein bisschen mehr Salz in der Suppe", sagte der 54-Jährige.

Für Labbadia wird es nach dem klaren 4:0 in der Rückrunde der abgelaufenen Saison in der Fußball-Bundesliga das zweite Hauptstadtderby als Hertha-Coach. Als Berliner fühlt sich der Ex-Profi dabei aber noch nicht.

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"Ich bin jetzt sieben Monate hier und habe ganz wenig Kontakt überhaupt mit anderen Menschen. Die Stadt kenne ich so gut wie gar nicht, seit ich hier bin", sagte Labbadia.

Grund dafür seien die Corona-Regeln, an die er sich natürlich halte und viel Kontakt mit anderen Menschen vermeide. "Deswegen ist das Feeling, das zu einem Derby gehört, ganz anders."

Hertha BSC liegt acht Punkte hinter dem 1. FC Union Berlin

Vor dem zehnten Spieltag steht Union als Sechster überraschend acht Punkte vor Hertha, die nach einem schwachen Start und zuletzt einem Punktgewinn am Sonntag bei Bayer Leverkusen (0:0) nur 13. sind.

"Es ist doppelt schön, wenn man ein Derby gewinnt, aber es geht vor allem um die drei Punkte", sagte der Hertha-Coach mit Blick auf Union. Der Lokalrivale habe "einen guten Start hingelegt", so Labbadia, ergänzte aber auch: "Für mich gibt es keinen Favoriten."

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa, Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

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